30 April 2014

TOP Weltweit größte Industriehanf-Konferenz im Mai in Wesseling bei Köln

Stark wachsendes Interesse an Industriehanffasern, -schäben, -samen, -öl und –pharmaka

Vom 20. bis 21. Mai 2014 findet in Wesseling bei Köln die weltweit größte Konferenz zum Thema Industriehanf statt. 200 führende Experten – von der Finanzierung und Landwirtschaft über die Verarbeitung bis hin zum Endprodukt – aus über 20 Ländern werden zur 11. Internationalen Konferenz der European Industrial Hemp Association (EIHA) zusammen kommen.

Hanf bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Industriehanf wird für seine starken Fasern geschätzt. Sie finden zunehmend Verwendung in der europäischen Automobilindustrie zur Verstärkung von im Fahrzeuginneren eingesetzten Kunststoffteilen, außerdem werden sie als umweltfreundliches Dämmmaterial und als Pflanzvlies für den Kresseanbau genutzt. Darüber hinaus besteht Zigarettenpapier häufig aus Hanffaser-Zellulose. Der holzige Kern der Hanfpflanze, die Schäben, wird im Hausbau in Form verleimter Leichtbauplatten eingesetzt. Aber auch als Tierstreu und Gartenmulch.

Industriehanfpflanzen sind wahre Ernährungskraftwerke

Hanfsamen und –öl kann man getrost als Ernährungskraftwerke bezeichnen, da sie reichhaltige Lieferanten wichtiger Mineralien und Vitamine sind.

Hanföl hat ein hervorragendes Fettsäurespektrum; sein Protein ist ausgewogen und leicht verdaulich. Die Nährstoffzusammensetzung entspricht mehreren großen Trends in der Lebensmittelwissenschaft und -vermarktung. Heute wird Industriehanf vor allem in China, Europa und Kanada angebaut, jedoch werden die USA bald folgen, da dort kürzlich der Anbau von Industriehanf in mehreren Staaten legalisiert wurde.

Neben den Fasern, Schäben und Samen kommt in diesem Jahr ein weiteres Thema hinzu: Cannabidiol (CBD), ein Nebenprodukt des Industriehanfs weist ein hohes therapeutisches Potenzial ohne relevante Nebenwirkungen auf

Das wohl bekannteste Cannabinoid THC, welches für psychotrope und mehrere pharmazeutische Wirkungen verantwortlich ist, ist in nur sehr geringen Konzentrationen in Industriehanf vorhanden (<0,2%). In den letzten Jahren stieg jedoch das Interesse am therapeutischen Potenzial eines anderen Cannabinoids, das keine psychotropen Wirkungen hat und selbst in hohen Dosen keine relevanten Nebenwirkungen verursacht: Cannabidiol (CBD) ist das wichtigste Cannabinoid des Industriehanfs und kommt in Konzentrationen im Bereich von 0,5 bis 2% im oberen Drittel der Pflanze vor.

Es birgt Potenzial für die therapeutische Anwendung bei einer Vielzahl von Krankheiten und Symptomen, wie etwa Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Psychosen, Epilepsie, Dystonie, Diabetes, Krebs, Entzündungserkrankungen, Alzheimer, Hauterkrankungen, Hepatitis, Fettsucht sowie ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätssyndrom). CBD kann parallel zu den Hanffasern und -schäben genutzt werden, was somit ein zusätzliches Einkommen bedeutet.

Viele Wissenschaftler und Unternehmen zeigen zunehmendes Interesse am medizinischen Wert dieses Cannabinoids. Zum Beispiel hat das israelische Unternehmen Tikun Olam eine Cannabis-Sorte entwickelt, die 15,8% CBD und weniger als ein Prozent THC enthält. Das britische Unternehmen GW Pharmaceuticals hat bekannt gegeben, dass die US Food and Drug Administration (FDA) die Durchführung von klinischen Studien mit Epidiolex, ihrem neuen Cannabis-Extrakt, das Cannabidiol als Wirkstoff enthält, erlaubt hat. Dieses soll in der Behandlung von Kindern mit Dravet-Syndrom, einer seltenen und schweren Form der infantilen, genetisch bedingten, arzneimittelresistenten Epilepsie, eingesetzt werden. Das niederländische Unternehmen Bedrocan, das mehrere Stämme von Cannabis- Blüten herstellt, die von niederländischen Ärzten unter der Aufsicht des Gesundheitsministeriums der Niederlande verschrieben werden, beabsichtigt, eine CBD-reiche Sorte zu ihren derzeitig vier Sorten hinzuzufügen. In vielen Staaten der USA ist eine große Anzahl von CBD-Produkten erhältlich, einschließlich CBD-Tinkturen mit sehr hohem CBD-Gehalt, CBD-Ölen, CBD-Kaugummi sowie weiteren gebrauchsfertigen Produkten und Cannabis-Samen, die Pflanzen mit hohem CBD-Gehalt ergeben.

Auf der diesjährigen Konferenz werden in Forschung und Vermarktung führende Experten alle CBD-Themenfelder behandeln:

  • Dr. Franjo Grotenhermen, nova-Institut GmbH, Deutschland & Ethan Russo, GW Pharmaceuticals, USA: Cannabis – pharmacologically interesting ingredients beyond THC
  • Holger Rönitz, THC Pharm GmbH, Deutschland: CBD: From anecdotal evidence to health insurers acceptance
  • Tjalling Erkelens, Bedrocan, Niederlande: Integrating CBD in pharmaceutical grade cannabis production
  • Giampaolo Grassi, CRA-CIN, Industriepflanzen-Forschungszentrum, Italien: Plant breeding in Italy to improve pharmacological properties of cannabis with focus on cannabidiol

Seien Sie bei der größten Konferenz zum Thema Industriehanf dabei und melden Sie sich jetzt an unter: www.eiha-conference.org

Das endgültige Programm finden Sie online: www.eiha-conference.org/programme

Die Arbeitssprache der Konferenz ist Englisch.

Finden Sie die Pressemitteilung als PDF here.

Verantwortlicher im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.):

Dipl.-Phys. Michael Carus (Geschäftsführer)
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Das nova-Institut wurde 1994 als privates und unabhängiges Institut gegründet und ist im Bereich der Forschung und Beratung tätig. Der Fokus liegt auf der bio-basierten und der CO2-basierten Ökonomie in den Bereichen Rohstoffversorgung, technisch-ökonomische Evaluierung, Marktforschung, Ökobilanzen (LCA), Öffentlichkeitsarbeit, B2B–Kommunikation und Politik. Mit einem Team von mehr als 20 Mitarbeitern erzielt das nova-Institut einen jährlichen Umsatz von 2 Mio. €.

Source: nova-Institut GmbH, Pressemitteilung, 2014-04-29.

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