27 November 2003

Effizienter wirtschaften durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen

TaT Rheine präsentiert Projektergebnisse

Rheine. Das Projekt “Nachwachsende Rohstoffe im Betrieb” unterstützt kleine und mittlere Unternehmen beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Hierzu bietet das TaT interessierten Firmen einen einfachen Check an, um herauszufinden, welche Möglichkeiten zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe für den jeweiligen Betrieb bestehen. Wer dann genauer wissen möchte, was in seinem Betrieb möglich und sinnvoll ist, wird intensiv weiter beraten durch Fachleute, die aus einem umfangreichen Expertennetzwerk zu verschiedenen Fragestellungen vermittelt werden können.

Am 4. Dezember 2003 präsentiert das Transferzentrum für angepasste Technologien im Rahmen eines offenen Workshops Projekt-Ergebnisse nach gut einem Jahr Laufzeit und etlichen Checks in Unternehmen. Die Veranstaltung findet statt von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr im TaT Rheine, Hovesaatstraße 6.

In dem von der Effizienz-Agentur NRW unterstützten Projekt geht es vor allem um nachwachsende Roh- und Hilfsstoffe, die Basis für Produkte sind oder als Hilfs- und Verfahrensstoffe in der Produktion eingesetzt werden. Hierzu gehören zum Beispiel biologisch abbaubare Schmier- und Verfahrensstoffe auf der Basis von Pflanzenölen, Verpackungsmaterialien aus Mais, Dämmmaterialien aus Naturfasern oder Folien und andere Kunststoffanwendungen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Stärke, Zucker oder Cellulose.

Eine Umstellung auf nachwachsende Rohstoffe ist in vielen Betrieben machbar, das hat das Projekt gezeigt. Ob eine Umstellung sinnvoll ist, wird vorab mit den Firmen gemeinsam genau geprüft. Zu beachten sind dabei wirtschaftliche Aspekte genauso wie mögliche Änderungen in den jeweiligen Prozessabläufen der Unternehmen. Erfreulich ist zum Beispiel ein Teilerfolg des Projektes “Nachwachsende Rohstoffe im Betrieb” beim Sendener Betonfertigteilhersteller Mönninghoff, der durch einen intensiven Unternehmenscheck die für die Herstellung von Schachtelementen notwendigen Schalöle zu einem großen Teil durch reine Pflanzenöle ersetzen kann. Diese sind nicht nur preiswerter und umweltfreundlicher, sondern schonen auch die Gesundheit der Mitarbeiter. Weitere Unternehmen arbeiten an praktischen Umsetzungen.

Ziel des Transferworkshops in Rheine ist es nun, die gewonnenen Erfahrungen weiterzugeben, Kooperationen anzuregen und nicht zuletzt Unternehmen Mut zu machen, sich mit innovativen, nachwachsenden Rohstoffen auseinanderzusetzen. Denn: viel häufiger, als die meisten wissen, ist eine solche Umstellung schon heute technisch machbar. Und viel häufiger, als die meisten wissen, ist eine solche Umstellung schon heute wirtschaftlich. Deshalb setzten die Veranstalter des TaT auch ganz auf praktische Beispiele. Neben Unternehmern, die ihre Erfahrungen vorstellen, zeigt das TaT auch Teile der Landesgartenschau-Ausstellung “Themenpark Nachwachsende Rohstoffe”. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Information und Anmeldung:
Tel.: 05971-990 136
Fax: 05971-990 125
Internet: www.tat-zentrum.de
Programm-Download: TaT, 4.12.2003

(Vgl. Veranstaltungshinweis vom 2003-12-25.)

Source: TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien GmbH vom 2003-11-27.

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