27 August 2008

E.ON baut Biogasangebot weiter aus

Offizielle Einweihung von Europas größter Biogasanlage und Baubeginn einer weiteren Großanlage

In Könnern, Sachsen-Anhalt, haben Ende Juli die Bauarbeiten zu einer der weltweit größten Biogasanlagen zur Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz begonnen. Ende Mai hatte die WELtec BioPower GmbH aus Vechta die Baugenehmigung erhalten.

Für die Vermarktung der cirka 15 Millionen Kubikmeter Bioerdgas, die in den 16 Fermentern der Großanlage jährlich entstehen, wurde jetzt ein Kooperationspartner gewonnen: “Mit der E.ON Bioerdgas GmbH haben wir nun den richtigen Partner aus der Energieproduktions- und Versorgungs-Szene an unserer Seite”, sagt Jens Albartus, der Geschäftsführer der WELtec BioPower GmbH. Der Rohstoff kann so ins Erdgasnetz eingespeist und gespeichert werden. Laut E.ON Bioerdgas ist die Nutzung regenerativer Energieträger, die aus dem unmittelbaren Umfeld der Anlage stammen, der richtige Schritt hin zu einer sicheren Energieversorgung, weil sie ein hohes Maß an Energieeffizienz aufweist und ökologisch nachhaltig ist.

Neben dem Nutzen für die Umwelt verweist Jens Albartus zusätzlich auf die positiven wirtschaftlichen Effekte der 35-Millionen-Euro-Investition: “Durch diesen Biogaspark entstehen neue regionale Wertschöpfungsketten und damit letztlich Arbeitsplätze.” Von der Anlage profitieren also alle – von der Quelle bis zum Endverbraucher.

Derweil wurde in Schwandorf in der Oberpfalz die größte Bioerdgas-Anlage Europas offiziell eingeweiht, die als Kooperation der Schmack AG mit der E.ON AG gebaut wurde. In der Schwandorfer Anlage lassen sich aus rund 85.000 Tonnen lokal erzeugter nachwachsender Rohstoffen jährlich etwa 16 Millionen Kubikmeter Biogas gewinnen. Dieses Biogas wird dann auf Erdgasqualität aufbereitet und als “Bio-Erdgas” in das Erdgasnetz der E.ON Bayern eingespeist. Eingesetzt werden neben Mais auch Silagen aus Gras und Zwischenfrüchten.

Der Ausstoß des gefilterten und auf Erdgas-Qualitätsniveau veredelten Biogases, des sogenannten Bio-Erdgases, beläuft sich auf rund 1.000 Kubikmeter pro Stunde. “Mit dieser Anlage können wir den gesamten Erdgasbedarf von etwa 5.000 Haushalten decken”, rechnet Dr. Frank Mastiaux, Geschäftsführer der E.ON Climate & Renewables GmbH, vor.

Die benötigte Anbaufläche konnte im Vergleich zu anderen Biogasanlagen durch besondere Fruchtfolgen um ein Drittel reduziert werden. Diese Fruchtfolgen erhöhen auch die Bodenfruchtbarkeit und führen so zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Flächen.

Mit dem Ausbau dieser Aktivitäten bewegt sich E.ON auf einem Markt, dem große Wachstumspotenziale vorausgesagt werden. “Wir gehen davon aus, dass bis 2030 rund 10 Prozent des derzeitigen Erdgasverbrauchs in Deutschland mit Bio-Erdgas gedeckt werden können”, so Fritz Wolf, Geschäftsführer der E.ON Bioerdgas. “Und das, ohne dabei Anbauflächen zur Nahrungs- oder Futtermittelproduktion zu beeinträchtigen. Der für 2030 prognostizierte Bioerdgasverbrauch entspricht dem Energiebedarf von fünf Millionen Haushalten. Die E.ON Bioerdgas GmbH wurde im Jahr 2007 von der E.ON Ruhrgas gegründet, um das ökologische und wirtschaftliche Potenzial von Biogas sinnvoll auszuschöpfen. Für die E.ON war das ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Energieversorgung und den Klimaschutz.

Source: Energieverbraucherportal, 2008-08-26, und Glocalist Daily News, 2008-08-27.

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