9 Mai 2006

DSK Polypack wird zu Amprica Deutschland Line

Als Amprica Deutschland Line firmiert seit kurzem die ehemalige DSK Polypack GmbH in Schkopau. “Das Unternehmen wurde Ende 2005 zu 100% von der italienischen Amprica S.P.A. übernommen und in die Gruppe integriert”, erzählt Geschäftsführer Hermann F. Wienkenhoever. Die Amprica Deutschland Line beschäftigt derzeit 43 Mitarbeiter und ist auf die Herstellung von Polystyrol-Folien für Tiefziehartikel spezialisiert.

“Unsere Hauptabnehmer sind Hersteller von Lebensmittelverpackungen”, so Wienkenhoever weiter. Auf einer Folienxtrusionsanlage von DTM, der europaweit größten ihrer Art, können Folien bis zu einer Maximalbreite von 3,20 m und hergestellt werden. “Bei einem Ausstoß von bis zu 1.500 kg/h liegt unsere Kapazität bei rund 10.000 jato”, erklärt der Geschäftsführer. Hauptrohstofflieferant ist die Dow, in deren Value Park Amprica angesiedelt ist.

Rund 80% des Umsatzes erwirtschaftet Amprica im Export, allein 40% auf dem italienischen Markt. “Die Hälfte der Produktion wird innerhalb der Gruppe abgesetzt, vor allem bei den osteuropäischen Töchtern, die die Folien weiter verarbeiten”, erläutert Wienkenhoever. Der zentrale Standort in Schkopau sei ideal als Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa, zudem käme der hervorragende Ausbildungsstand in der Region dem Unternehmen zugute.

Derzeit beschäftigt sich die deutsche Amprica-Tochter intensiv mit der Weiterentwicklung der Produktpalette. Neben den Standardfolie liegt das Augenmerk auf dünnen Folien für die Dekoration von Lebensmittelverpackungen und Labelfolien. “Derzeit liegt der Anteil der veredelten bzw. Spezialfolien bei rund 10%, er soll mittelfristig auf 40% steigen”, kündigt der Geschäftsführer an.

Auch im Bereich nachwachsender Rohstoffe ist Amprica aktiv. So beschäftigt sich das Unternehmen intensiv mit PLA, einem Rohstoff auf der Basis von Maisstärke, der biologisch abbaubar und somit umweltschonend ist. Überhaupt spielt Umweltverträglichkeit eine wichtige Rolle im Unternehmen. “Wir führen unser Abfallmaterial komplett wieder der Produktion zu, auch Reste und Verschnitt von Kunden nehmen wir zurück”, sagt Wienkenhoever.

Source: K-Zeitung vom 2006-05-08.

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