27 Februar 2004

Diskurs über Nachhaltigkeit

Der Autor Jörg Tremmel führt in seinem Buch “Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie” einen Diskurs über den Begriff Nachhaltigkeit in Deutschland. Im Vordergrund stehen folgende Fragen: Welche Interessensgruppen wollen Nachhaltigkeit definieren? Gibt es Definitionen, die nicht interessengeleitet sind? Welche Definition wird sich durchsetzen?

Mehr als 60 Nachhaltigkeitskonzepte verschiedener Wissenschaftler wurden untersucht. Dabei lassen sich, stark vereinfacht, eine enggefasste und eine weite Position gegenüberstellen.

Der eng gefassten Definition liegt das Konzept des Fließgleichgewichts zu Grunde: “es soll nicht mehr Holz geschlagen werden als wieder nachwächst”. Sie wird vor allem von Ökologen vertreten und als umweltpolitisches Leitbild gesehen. Bei der weiten Definition sind mehrere Säulen gleich berechtigt, wie die ökologische, ökonomische und soziale.

Zunehmend wird der eng definierte Begriff verdrängt. Umweltwissenschaft und Umweltbewegung stehen vor der Frage, den Begriff nur noch mit erklärendem Adjektiv zu verwenden und von “ökologischer Nachhaltigkeit” zu sprechen oder einen neuen Leitbegriff einzuführen.

Das Buch gibt es für 20 Euro im Buchhandel (ISBN 3-936581-14-2) oder direkt beim oekom Verlag München, E-Mail: kontakt@oekom.de

Source: nawaros® vom 2004-02-26.

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