30 Mai 2007

DGF-Schülerpreis für Peeling aus Rapsexpeller

Für besonders pfiffige Schülerarbeiten auf dem Gebiet der Öle und Fette hatte die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) 2007 zum ersten Mal den DGF-Schülerpreis ausgeschrieben. Es war den Schülern freigestellt, ob sie sich mit dem Thema unter chemischen, biologischen, technischen, aber auch soziologischen oder ernährungs-wissenschaftlichen Aspekten beschäftigen wollen. Die Jury gab nun das Ergebnis bekannt.

“Rapso-Peel”: Hautpflege aus Rapsexpeller
Den ersten Platz belegten drei Schüler eines Chemie-Leistungskurses des Marie-Curie-Gymnasiums Wittenberge unter Leitung ihrer Lehrerin Frau Henning. Bianca Klose, David Dahncke und Steven Lechleitner haben sich die Frage gestellt, wie man die ausgepreßten Pflanzenteile, die bei der Rapsölherstellung anfallen, nutzbar machen kann. Bisher werden diese “Preßexpeller” hauptsächlich verfüttert. Wie die Schüler experimentell nachwiesen, kann der Expeller sowohl direkt durch Verbrennung energetisch genutzt werden, als auch zur Biogasherstellung dienen. Der Clou der Arbeit war aber die Idee, das Restöl im Expeller zu verseifen, wobei nicht nur die Seifenherstellung gelang, sondern diese durch Pflanzenteile einen so angenehmen Peeling-Effekt aufwies, daß die Schüler gleich schon einmal einen Produktnamen für das Resultat erfanden. Produzenten für die “Rapso-Peel” Seife werden allerdings noch gesucht.
Auch beim Siemens Schülerwettbewerb 2007 wurde das Projekt aus Wittenberge ausgezeichnet. Der für die Arbeit vergebene Sonderpreis beinhaltete 12.000 Euro.

Trans-Fettsäuren in Nahrungsmitteln
Den zweiten Platz des DGF-Schülerpreises belegte Marie-Elisabeth Becker vom Chemie-Grundkurs der Jahrgangstufe 12 des Max-Planck-Gymnasiums Bielefeld mit einer Facharbeit über trans-Fettsäuren und deren Bedeutung in der modernen Nahrungsmittelherstellung.

Bindemittel Leinöl für Ölfarben
Der dritte Preis ging an sieben Schülerinnen und Schüler des Chemie-Grundkurses der Jahrgangstufe 13 der kooperativen Gesamtschule Wiesmoor, die sich mit Leinöl als Bindemittel in der Ölmalerei beschäftigt hatten.

Source: Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF), Pressemitteilung, 2007-05-23 und Siemens Generation21, 2007-04-20.

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