24 September 2003

Dezentrale Herstellung von Biodiesel

Vorstellung einer neuartigen Anlage der RMEnergy

Die RMEnergy Umweltverfahrenstechnik GmbH, Langenbach stellte am 17. September die Ergebnisse des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes “Dezentrale Herstellung von Fettsäuremethylestern aus biogenen Ölen, vorzugsweise Rapsöl (Biodiesel)” vor.

Erlaeuterung

Als Gastreferenten sprachen Hans Josef Fell (MdB), Sprecher für Forschung und Technologie der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN und Prof. Roland Meyer-Pittroff vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TU-München. Sie gingen in ihren Vorträgen auf die Notwendigkeit des Einsatzes erneuerbarer Energien und die damit verbundenen Beschäftigungseffekte ein. Im Anschluss daran stellte Steffen Wiegland von der RMEnergy die Ergebnisse des Projektes vor und erläuterte den Besuchern am Prototyp die Funktionsweise der Anlage.

Anlage-von-Oben

Mit diesem Projekt wurde eine Anlage entwickelt, die Landwirten die Möglichkeit bietet, den Kraftstoffbedarf aus eigener Produktion von Biodiesel bei geringem Arbeitsaufwand und niedrigen Investitionskosten zu decken. Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit im Labor und am Prototypen in Seriengröße konnte das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Die von der RMEnergy entwickelte, automatisierte Anlage wird in zwei Größen angeboten. Sie ermöglicht bei optimaler Auslastung eine Jahresproduktion von 450 t bzw. 900 t Biodiesel. Da alle Verfahrensschritte in nur einem Behälter ablaufen, können die relativen Investitionskosten mit weitaus größeren Anlagen konkurrieren. Die kompakte Bauweise bedingt geringe Wartungs- und Instandhaltungskosten und ermöglicht es, die Anlage in bestehende Gebäude zu integrieren.

In der einjährigen Versuchsphase am Prototypen konnte gezeigt werden, dass bei ausreichender Qualität des Rohstoffes stets normgerechter, qualitativ hochwertiger Kraftstoff produziert werden kann. Das Konzept der Anlage ist vor allem auf landwirtschaftliche Betriebe ausgelegt, die auf eigenen Flächen Ölpflanzen anbauen und zu Biodiesel weiterverarbeiten, wobei der anfallende Ölpresskuchen in der Tierfütterung Verwendung findet und das Glycerin einen begehrten Einsatzstoff für landwirtschaftliche Biogasanlagen darstellt. Auf diese Weise ist es möglich, regional eng gefasste Kreisläufe zu verwirklichen. Den Betreibern bietet sich die Möglichkeit, bei günstigen Rahmenbedingungen die Wertschöpfung des eigenen Unternehmens deutlich zu erhöhen.

Kontakt:
Jürgen Breunig
RMEnergy Umweltverfahrenstechnik GmbH
Angerstraße 9a
D-85416 Langenbach-Niederhummel
Tel.: +49-(0)8761-33 49 80
Fax: +49-(0)8761-33 49 81
E-Mail: breunig@rmenergy.de

Source: Pressemitteilung der RMEnergy Umweltverfahrenstechnik GmbH vom 2003-09-19.

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