15 Januar 2005

Deutsches Biomasse-Forschungszentrum wird am FAL (Braunschweig) angesiedelt

Bereich nachwachsende Rohstoffe wird mit Fördergeldern in Millionenhöhe unterstützt

Der Forschungsstandort Braunschweig wird gestärkt. Das Verbraucherministerium in Berlin bestätigte, dass das “Deutsche Biomasse-Forschungszentrum” bei der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Völkenrode angesiedelt wird. Es geht um Personal-Aufstockung und Forschungsgelder in Millionenhöhe.

Braunschweig setzte sich im Wettbewerb gegen Freiberg am Erzgebirge durch, dem Experten bessere Chancen eingeräumt hatten. Sollen doch alle neuen Bundeseinrichtungen in Ostdeutschland angesiedelt werden. Wie Sabine Kolloge, Pressesprecherin des Ministeriums, sagte, “fehlte in Freiberg jedoch die Infrastruktur, die bei der FAL bereits vorhanden ist”. Das Verbraucherministerium wolle jedoch möglichst unmittelbar in die Forschung investieren. Trotz heftiger Kritik aus der Ost-SPD stehe das Ministerium zur seiner Entscheidung für Braunschweig.

Das “Deutsche Biomasse-Forschungszentrum” wird am FAL-Institut für Technologie und Biosystem-Technik angesiedelt, wo bereits eine große Biogas-Anlage betrieben wird. Die Rahmenbedingungen für Braunschweigs Forscher werden sich deutlich verbessern, denn die Bundesregierung hat dieses Jahr die Forschungsgelder im Bereich nachwachsende Rohstoffe von zuletzt 30,5 auf nunmehr 53,6 Millionen Euro erhöht.

Bei der FAL wurde man von der Mitteilung überrascht. Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Joachim Weigel: “Es wurden in der Vergangenheit zwar zahlreiche Gespräche geführt. Das Verbraucherministerium hat uns bislang aber noch nicht offiziell über die Entscheidung informiert.”

Seitens des FAL-Instituts für Technologie und Biosystem-Technik meinte Prof. Dr. Peter Weiland, dass die Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu einer Schlüsseltechnologie der Zukunft werde. Der Einsatz für Biogas-Anlagen werde staatlich gefördert. Investitionen in diese Technik seien darum außerordentlich lukrativ.

Source: www.newsclick.de, Meldung vom 2005-01-12.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email