26 Februar 2008

Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier in Berlin vorgestellt

Forschungsschwerpunkte: Klimawandel, Bio-Ökonomie und Rohsotffversorgung

Am 20. Februar 2008 wurde die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier von der deutschen Gruppe der Forest-based Sector Technology Platform (FTP) im Rahmen eines Parlamentarischen Abends der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der Definition der strategischen nationalen Forschungsschwerpunkte des Sektors ForstHolzPapier endet ein einjähriger Entwicklungs- und Konsultationsprozess, der von einer breit angelegten Beratung durch Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft getragen wurde.

AgendaLang.jpg“Mit der Deutschen Forschungsagenda ForstHolzPapier ist es uns gelungen, eine bislang einmalige Vernetzung zu erreichen, die wichtige Impulse für die Forschung setzt und darüber hinaus dem Sektor zu mehr Geschlossenheit und Sichtbarkeit verhilft”, erklärte der Vorsitzende Professor von Teuffel.

Unter dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung setzt die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier drei Schwerpunkte:

  • Klimawandel – Schutz und Anpassung
  • Entwicklung einer Bio-Ökonomie
  • Nachhaltige Rohstoffversorgung

Die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier soll Wirtschaft, Wissenschaft und Politik dazu anregen, eine auf Wachstum und Nachhaltigkeit ausgerichtete wissensbasierte Bio-Ökonomie zu etablieren. Zentrale Punkte sind die Entwicklung von innovativen und ökoeffizienten Produkten und Dienstleistungen auf der Basis des Rohstoffes Holz. Hierin eingeschlossen sind dazu erforderliche neuartige und ressourceneffiziente Technologien sowie Maßnahmen zur Sicherstellung einer nachhaltigen Versorgung mit den erforderlichen Rohstoffen. Dies bezieht sich sowohl auf Rohholz als auch auf gebrauchte Holz- und Papierprodukte. “Der Sektor ForstHolzPapier basiert auf einem nachwachsenden Rohstoff und kann daher in hervorragender Weise eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielen”, betonte von Teuffel.

Die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier zeichnet sich durch eine branchenübergreifende Identifikation von Forschungsfeldern und –themen aus, die weit über rein sektorale oder branchenspezifische Fragestellungen hinausgehen. Im Zuge der Erarbeitung der Forschungsagenda ist sowohl in Deutschland als auch mit Partnern in 23 anderen Ländern Europas ein Netzwerk entstanden, das beste Voraussetzungen für die Lösung der aufgeworfenen Fragestellungen bietet.

Die Anwesenheit zahlreicher hochrangiger Vertreter der Branche, des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Rachel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von Abgeordneten des Deutschen Bundestags bei dem Parlamentarischen Abend zeige, welche Bedeutung der verstärkten und innovativen Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz in Deutschland und Europa zur Lösung der Klimaproblematik beigemessen wird.

“Es ist gut, dass wir die Gelegenheit haben, Abgeordneten unserer Regierungen in Bund und Ländern die gute Botschaft von Forst, Holz und Papier näher zu bringen. Wald und Holz sind wie kein anderer Bereich geeignet, zielführende Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit zu geben und zu wirklich nachhaltigen Lösungen beizutragen. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam die Herausforderungen und Chancen anzunehmen und unseren Wirtschaftsbereich zusammen mit hoch professionellen Partnern aus der Forschung zum erfolgreichen Mitstreiter für die Erreichung der Lissabon Ziele und für eine Lösung der drängenden Energie- und Klimaprobleme zu machen. Forst, Holz und Papier können viel mehr, als man uns bisher zutraut!”, hob der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrats und Europäische Projektdirektor der Forest-based Sector Technology Platform, Dr. Wilhelm Vorher, hervor.

Der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauk MdL begrüßt die Erstellung einer nationalen Forschungsagenda als einen wichtigen Meilenstein, um die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Sektors ForstHolzPapier zu erhalten und weiter zu stärken. “Mit der Clusterinitiative Forst und Holz, die das Land im Rahmen des Europäischen Fonds zur Regionalen Entwicklung (EFRE) gerade auf den Weg bringt, können die Impulse, die die nationale Forschungsagenda setzt, aufgegriffen und in konkrete Forschungsprojekte umgesetzt werden, die an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert sind”, erklärte der Minister.

Weitere Informationen
Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier: Kurzfassung und Langfassung (PDF-Dokumente, 0,4 und 7,3 MB)

Kontakt und Bestellung der Broschüren
Postfach 31 01 31
80102 München
Fax 089-53 16 57
E-Mail: mail@dgfh.de

(Vgl. Meldungen vom 2007-06-30, 2007-04-12 und 2005-02-21.)

Source: Forest-based sector Technology Platform, 2008-02-20,.

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