30 Juli 2015

Der Griff zur korrekten Verpackung

Das Tool der AöL hilft Firmen aus dem In- und Ausland bei der Wahl des Materials

Bad Brückenau, 28.Juli 2015: Das von der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL e.V.) entwickelte Tool zur Verwendung von Bio-Kunststoffen in der Lebensmittelbranche ist nun mit all seinen Kombinations- und Abfragemöglichkeiten in deutscher und englischer Sprache installiert. Damit steht gerade kleineren und mittleren Lebensmittelherstellern aus dem In- und Ausland ein Instrument zur Verfügung, um aus der Fülle der Rohstoffe und Materialien die geeignete Bio-basierte Lösung herauszufiltern.
Zwar dominiert immer noch herkömmlicher Kunststoff den Markt. Doch Bio-Kunden erwarten zunehmend, dass Folien, Schalen, Flaschen und Beutel aus ökologisch und sozial vertretbaren Rohstoffen produziert werden und recycle- oder kompostierbar sind. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde das Internettool der AöL im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekts entwickelt, das in diesen Tagen beendet wurde.
Verpackungs- und Lebensmittelhersteller sowie Experten aus der Wissenschaft wurden in die Entwicklung einbezogen. Mit diesem Internettool stehen Informationen über die fünf zurzeit am Markt bedeutendsten Stoffgruppen (neben biobasiertem PE und PET, cellulosebasierte Kunststoffe, PLA und Stärkeblends) zur Verfügung. Diese Informationen beziehen sich auf die vier Kriterien Ökologie, Soziales, Sicherheit und Technik sowie Qualität. Unterkriterien wie Landnutzung, Ökobilanzen, soziale Standards, Migration ermöglichen weitere Präferenzen bei der Suche nach dem geeigneten Material.
Damit kann der Lebensmittelhersteller seine eigenen Schwerpunkte nicht nur in Bezug auf die Eigenschaften des Materials (zum Beispiel Reißfestigkeit, Bedruckbarkeit, Sauerstoffbarriere), sondern auch auf die ökologische und sozialverträgliche Erzeugung der Verpackungs-Rohstoffe setzen. Es rücken dann Aspekte wie Vermeidung von Nahrungsmittelkonkurrenz bei der Herkunft des Ausgangsmaterials, GVO-freie Rohstoffe oder die sozialen Bedingungen der Erzeugung in den Fokus der Entscheidungsfindung.

Als Auswahlhilfe können die Stoffgruppen in ihrer Bewertung miteinander verglichen werden. Neben den bewerteten Informationen steht eine Checkliste als Hilfsmittel für die Entscheidungsfindung zur Verfügung.

Das Internettool ist unter „Biokunststoff-Tool“ auf der Internetseite www.aoel.org abzurufen.

Source: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V., Pressemitteilung, 2015-07-28.

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