22 Juni 2005

DBV-Präsident Sonnleitner fordert Erhalt des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Berlin/Rostock – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleiter, hat sich für den Erhalt des EEG ausgesprochen. Der Bauernverband sehe in der Bioenergie eine wichtige volkswirtschaftliche Perspektive, so Sonnleitner. Unabdingbare Grundlage dafür sei das EEG, wie Sonnleitner bereits zuvor in einem Intervie mit der Tageszeitung “Die Welt” betont hatte. Sonnleitner betonte, dass man in Bezug auf nachwachsende Rohstoffe mit der rot-grünen Bundesregierung hervorragend zusammengearbeitet habe. Auch eine schwarz-gelbe Bundesregierung sei aufgefordert, die Bedeutung der Bioenergie zu erkennen und das EEG fortzusetzen, so Sonnleitner.

Die Bioenergie ist in den vergangenen Jahren ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Landwirte in Deutschland geworden: Auf zwei Millionen der insgesamt elf Millionen Hektar deutscher Ackerfläche bauen sie inzwischen Energiepflanzen wie Raps an. Die Bioenergie-Branche erzielte daraus im Jahr 2004 nach Angaben des Bundesverbandes Bioenergie in Bonn einen Umsatz von 3,5 Mrd. Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 2,85 Mrd. Euro. Den größten Anteil am Umsatz 2004 habe die Produktion von Biodiesel (800 Mio. Euro), gefolgt von der Stromherstellung aus Biomasse (600 Mio. Euro) und der Produktion fester Brennmaterialen wie zum Beispiel Holzpellets (300 Mio. Euro). Etwa 50.000 Menschen sind in der Branche Verbandsangaben zufolge bundesweit beschäftigt. In den kommenden 25 Jahren wird ein Zuwachs auf 200.000 Beschäftigte erwartet.

Source: IWR - Regenerative Energien vom 2005-06-22.

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