14 September 2007

DBV: Nahrungsmittel nach wie vor preiswert

Sonnleitner: "Jetzt bestimmen allein Angebot und Nachfrage den Getreidemarkt"

Der verstärkte Anbau nachwachsender Rohstoffe für die Bioenergieerzeugung wird als eine Ursache für die Preissteigerungen bei verschiedenen Lebensmitteln in den vergangenen Monaten diskutiert. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, rät zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion um Nahrungsmittelpreise: “Der europäische Vergleich bestätigt: In Deutschland sind die Nahrungs­mittel am preiswertesten,” sagte er vor Journalisten in Berlin.

Bessere Marktstellung für Ackerbauern und Milchviehhalter
Mit der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Lebensmitteln und der Trendwende von einem Käufer- zu einem Verkäufermarkt hätten die Ackerbauern eine bessere Marktstellung gewonnen. “Jetzt bestimmen allein Angebot und Nachfrage den Getreidemarkt”, erklärte Sonnleitner. Diese Marktkonstellation sei die treibende Kraft für die derzeit neu zu beobachtenden dynamischen Bewegungen und gebe den Ackerbauern nun endlich wieder eine Perspektive am Agrarstandort Deutschland. “Die deutsche Landwirtschaft hat dadurch an Selbstbewusstsein und Marktmacht gewonnen”, stellte Sonnleitner fest.

Auch für die Milcherzeuger gebe es nach einem lang anhaltenden Rückgang der Erzeugerpreise dringend notwendige Preisverbesserungen. Die Impulse für diese positive Entwicklung gehen nach Aussage Sonnleitners eindeutig vom Weltmarkt aus. “Trotz dieses starken Anstiegs liegen wir aber immer noch unter dem Preisniveau der achtziger Jahre”, erklärte Sonnleitner.

Leider sei man von einer Aufbruchstimmung am Schweinemarkt noch weit entfernt. In Folge der steigenden Getreidepreise würden für den tierhaltenden Landwirt gegenwärtig die Futterkosten steigen.

Pressemitteilung Sonnleitner: Deutsche Nahrungsmittel sind nach wie vor preiswert(PDF-Dokument)

(Vgl. Meldungen vom 2007-08-22, 2007-08-20 und 2007-07-04.)

Source: Deutscher Bauernverband (DBV), Pressemitteilung, 2007-09-12.

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