3 August 2006

DBV fordert Überprüfung der repräsentativen Erträge für nachwachsende Rohstoffe und Energiepflanzen

Erforderliches Ertragsniveau vielerorts nicht erreichbar

Die Erträge von Raps und Getreide bleiben voraussichtlich aufgrund der anhaltenden Trockenheit insbesondere in den neuen Bundesländern hinter den Erwartungen und Durchschnittserträgen zurück. Es zeichnet sich ab, dass dadurch das für nachwachsende Rohstoffe und Energiepflanzen festgelegte Ertragsniveau nicht erreicht werden kann.

Die Höhe dieser so genannten repräsentativen Erträge wird jährlich von den Bundesländern festgelegt. Sie beziffern die Menge, die ein Landwirt beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen beispielsweise zur Bioethanolproduktion mindestens von seinem Feld liefern muss. Der Deutsche Bauernverband (DBV) appelliert vor diesem Hintergrund an die Bundesländer, bei der Festlegung der repräsentativen Erträge für den Anbau nachwachsender Rohstoffe und Energiepflanzen das diesjährige niedrigere Ertragsniveau sowie die aktuelle Situation in den Regionen zu berücksichtigen.

Der DBV weist darauf hin, dass nach der rechtlichen Lage Landwirte die repräsentativen Erträge nur in begründeten Ausnahmefällen um bis zu zehn Prozent unterschreiten dürfen. Dabei führe ein Unterschreiten der Durchschnittsmenge zu einem erheblichen bürokratischen Aufwand sowohl für Landwirte als auch für Behörden. So müsse die Unterlieferung schriftlich begründet werden und von der Landesstelle überprüft werden. Um diesen unnötigen Bürokratismus zu verhindern, fordert der DBV, die repräsentativen Erträge auf einem realistischen Niveau festzulegen.

Source: DBV-Pressemitteilung vom 2006-08-27.

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