5 Juli 2006

Corpwatch: Biosprit ist ein dreckiges Geschäft

Dass Biosprit weder “Bio” noch “Öko” ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nun berichtet die konzernkritische Organisation Corpwatch von den “dreckigen Geschäften” rund um die Biotreibstoff-Produktion in den USA. So werde der angebliche Bioalkohol in den USA, vor allem in den Alkoholfabriken Nebraskas und Iowas, mit Hilfe von Kohle und erheblicher Umweltschmutzung hergestellt.

Größter Mitspieler im Biosprit-Geschäft, der Agro-Gigant Archer Daniels Midland (ADM), der größte Produzent von Alkohol aus Mais. Laut Corpwatch habe die US-Umweltbehörde, EPA, schon mehrfach US-Alkoholfabriken wegen zu giftiger Abgase abmahnen müssen. In den Abgasen der Biosprit-Fabriken fanden sich zu große Mengen an Monoxide und anderen krebserregenden organischen Stoffen.

Laut der US-Umweltschutzorganisation Environmental Defense sei beispielsweise die ADM-Alkohol-Fabrik in der Stadt Clinton eine der größten Produzenten von krebserregenden Abgasen in den USA.

Aber auch der industrielle Mais-Anbau – für die Biosprit-Produktion – stelle eine ökologische Katastrophe dar: Hohe Bodenerosion gepaart mit erheblicher Vergiftung der Flüsse mit Pestiziden. Die tatsächlichen “Umweltkosten” des angeblichen, auch von Präsident George Bush heftigst geförderten Biosprits seien kaum zu beziffern, so der Wissenschaftler Tad Patzek von der University of California.

(Vgl. Meldungen vom 2006-06-09, 2005-07-07 und 2003-10-27.)

Source: Der Spatz-Umwelt- und Nord-Süd-Nachrichten vom 2006-06-28.

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