4 November 2005

Clusterstudie der Forst- und Holzwirtschaft Bundesrepublik Deutschland wurde vorgestellt

Bundesweit 1. Tagung "Cluster Wald und Holz" brachte brauchbare Ergebnisse

Die Ergebnisse der Clusterstudie Forst- und Holzwirtschaft Bundesrepublik Deutschland wurden am 3. November 2005 auf der bundesweit 1. Tagung “Cluster Wald und Holz” in Münster vorgestellt.

Die von zahlreichen Vertretern der deutschen Forst- und Holzwirtschaft lange eingeforderte Studie zu den grundlegenden Strukturparametern dieses Wirtschaftsbereichs war seit dem Frühjahr 2004 vom Wald-Zentrum, Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster, in Kooperation mit dem Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige e.V. (HDH) durchgeführt worden.

Innerhalb des Forschungsvorhabens wurde zunächst der konzeptionelle und methodische Rahmen für die Clusterstudie entwickelt. Darauf aufbauend wurde der Cluster bezüglich seiner grundlegenden Branchenstrukturen und Schlüsselparameter (Anzahl Unternehmen, Beschäftigte und Auszubildende sowie Umsatz) erfasst und bewertet.

Die 1. Tagung “Cluster Wald und Holz” soll zum einen der Vorstellung der Ergebnisse der Clusterstudie Forst- und Holzwirtschaft Bundesrepublik Deutschland dienen, zum anderen auch eine Plattform für die weitere Vorstellung des Konzepts gegenüber Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik bilden.

Die ganztägige Veranstaltung wurde eröffnet von Herrn Eckhard Uhlenberg, dem Schirmherrn und Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (NRW). Im Rahmen seines Eröffnungsvortrags stellte er die neue Forst- und Holzwirtschaftspolitik des Landes NRW vor.

Nach dem Leitvortrag von Prof. Dr. Andreas Schulte zu den Ergebnissen und Empfehlungen der bundesweiten Clusterstudie Forst- und Holzwirtschaft hielt der Politik- und Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Lothar Späth seinen Festvortrag. Aufgrund seiner Erfahrungen als ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und seiner Tätigkeit im Optik- und Biotechnologiecluster Jena dürfte sein Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften in Deutschland auch für die Forst- und Holzwirtschaft interessante Impulse geben.

An weitere Vorträge zu den Problemen und Chancen der deutschen Holzindustrie (Uwe Klaas, HDH) und zu der europaweit wohl mit am erfolgreichsten Umsetzung des Clusterkonzepts in Oberösterreich (Mag. Gernot Kammerhofer) schloß sich nachmittags eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion an.

Im Rahmen dieser Expertenrunde sollte aus verschiedenen Perspektiven (Waldbesitz, Landesforstbetrieb, Waldnaturschutz, multinationaler Konzern, mittelständisches Unternehmen) die Frage diskutiert werden, was sich in der deutschen Forst- und Holzwirtschaft ändern muss, um diesen Wirtschaftsbereich zu erhalten sowie konkurrenz- und damit zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellten und entwickelten Handlungsempfehlungen sollten die Grundlage für die Einrichtung eines als dringend erforderlich angesehenen Clustermanagements sowie für die Identifikation weiteren Forschungsbedarfs in diesem wichtigen Zukunftsfeld bilden.

Source: "Pressemitteilung des Wald-Zentrums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom 2005-11-04.

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