25 April 2003

Cimbria Sket: Rekordjahr mit Biodiesel

Preisbewusstsein der Autofahrer begünstigt "Ökosprit"-Wirtschaft

Der Aufschwung in der deutschen Biodiesel-Wirtschaft verschaffte der Cimbria Sket GmbH in Magdeburg in 2002 ein Rekordjahr. Die Engineering-Firma, die bislang ihren Hauptumsatz mit diversen Verarbeitungsanlagen für die Agrarwirtschaft im Ausland erwirschaftete, konnte nach Angaben von Geschäftsführer Hans-Jürgen Rasehorn im vergangenen Jahr für Deutschland einen regelrechten Auftragsboom verzeichnen. Nicht zuletzt der deutsche Autofahrer, der zunehmend preisbewusst auf den Biosprit umsteigt, hat diese Entwicklung voran getrieben.

Denn der steigende Bedarf führte in der Folge zur Errichtung neuer Biodiesel-Anlagen im ganzen Bundesgebiet, so ein Bio-Ölwerk in Magdeburgs Hafengebiet, eine Großanlage für die Elbe-Öl-Prignitz in Falkenhagen (Brandenburg) und zwei Ölmühlen in Sachsen-Anhalt und Thüringen: “Das war unser erfolgreichstes Jahr überhaupt”, verweist Rasehorn auf den erwirtschafteten Jahresumsatz von fast 16 Mio. EUR. Sogar in China wurde von dem Magdeburger Unternehmen eine neue Pflanzenöl-Raffinerie errichtet.

Auf fast eine Million Tonnen schätzt der Cimbria Sket-Geschäftsführer die inzwischen in Deutschland jährlich verfügbaren Produktionskapazitäten für Biodiesel – eine Verdoppelung innerhalb von zwei Jahren. “Diesen Boom haben wir zu spüren bekommen, der Markt ist aber langsam gesättigt”, weiß Rasehorn, dessen Firma sich alsbald auf den Export von Biodiesel-Anlagen orientieren wird. Südafrika sei ein viel versprechender Markt, aber auch mit Nordamerika und Asien stände man in Kontakt – allen voran sei China hoch interessiert an Biodiesel.

“Wir werben jetzt schon die Aufträge für 2004 ein”, berichtet der Geschäftsführer, der auch für dieses Jahr schon zuversichtlich nach vorne blickt. Cimbria Sket gehört seit 1997 zur dänischen Aktiengesellschaft Cimbria A/S (Thisted), beschäftigt in Dänemark, Deutschland und Österreich rund 600 Beschäftigte und setzte im vergangenen Jahr insgesamt 100 Mio. EUR um.

Source: www.vistaverde.de vom 2003-04-24.

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