13 September 2002

Chinaschilf-Projekt gewann Förderpreis

NRW-Hanftag: „Häuser vom Acker“

Nordrhein-Westfalens Landwirtschafts- und Umweltministerin Bärbel Höhn wusste am 8. NRW-Hanftag, der am 11.08. unter dem Motto “Bauen mit Holz, Hanf und Co.” in Haus Düsse statt fand, zu Dr. Ralf Pudes Chinaschilf-Projekt den geeigneten Kommentar abzugeben: “Ich finde den Gedanken erfreulich, dass die Häuser so zu sagen auf dem Acker wachsen”. Dem Entdecker des Miscanthus giganteus, auch Chinaschilf genannt, wurde der mit 2.500 EUR dotierte erste Platz der drei Förderpreise zugesprochen. “Ob Estrich oder Wand – aus Chinaschilf lässt sich nahezu alles herstellen, was der Häuslebauer begehrt”, wusste der Wissenschaftler der Universität Bonn zu berichten. Die extrem schnell wachsende Pflanze, die als anspruchslos und schädlingsresistent gilt, liefert im Aufwuchs eines Hektars pro Jahr das Baumaterial eines Einfamilienhauses (vgl. Meldung vom 2002-09-02).

Des Weiteren wurde die Gemeinde Nettersheim für die Entwicklung eines Nahwärmenetzes auf der Grundlage des regenerativen und heimischen Energieträgers Holz mit einem Förderpreis geehrt. Platz drei ging an die Teutoburger Ölmühle aus Ibbenbühren für ihre “Energieautarke Ölmühle”, die über die Pressung minderwertiger Rapsschalen Treibstoff für ein Biomasseheizkraftwerk gewinnt, das die Ölmühle mit Strom und Wärme versorgt.

Bärbel Höhn hob in diesem Rahmen die Bedeutung nachwachsender Rohstoffe zur Energiegewinnung hervor, die über 650 Anlagen in NRW 1.000 Menschen beschäftigen.

Source: Der Patriot vom 2002-09-12.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email