21 November 2006

CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Bioenergie ist wichtiger Baustein im Energiemix

Kauder und Reiche betonen Bedeutung der Bioenergie für die zukünftige Energieversorgung - Abhängigkeit von Importen verringern - Anteil soll bis 2020 auf mindestens 10 Prozent steigen

Zum Auftakt eines Fachgesprächs hat Fraktionsvorsitzender Volker Kauder auf die wachsende Bedeutung der Bioenergie für unser Land hingewiesen. Der weltweit steigende Energiebedarf wird Auswirkungen auf das Energie- und Rohstoffangebot und die Energiepreise haben, stellte Kauder fest. Das Ziel müsse sein, die Abhängigkeit Deutschlands zu verringern.

An erster Stelle müsse die Einsparung von Energie stehen. Dieser Punkt allein werde das Energieproblem aber nicht lösen. Regenerative Energie werde daher einen größeren Anteil bekommen. Ohne eine staatliche Förderung werden sich diese Produkte und Technologien nicht am Markt behaupten können, weiß der CDU-Politiker und befürwortet eine entsprechende Förderung zum Start. Es dürfe sich daraus nur kein “dauernder Subventionsfall” entwickeln, forderte Kauder.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katherina Reiche kündigte eine energiepolitische Veranstaltungsreihe der CDU/CSU-Fraktion an. Gerade beim Thema Bioenergie, also die energetische Verwertung von Biomasse, sieht die Unionsfraktion erhebliche Chancen und Potenziale. Die Versorgungssicherheit unserer Volkswirtschaft und die wachsende Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten zwingen uns dazu, diesem Thema größere Aufmerksamkeit zu widmen.

In Deutschland liegt der Anteil der Bioenergie am Gesamtenergieverbrauch bei derzeit nur etwa vier Prozent. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sieht vor, diesen Anteil bis 2020 auf mindestens 10 Prozent zu erhöhen. Für den Endverbraucher haben Solarkollektoren, Pelletkessel und Scheitholz-Vergaserkassel Marktreife erlangt.

Die Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle war so erfolgreich, dass bereits im August die Mittel für das gesamte Jahr erschöpft waren. Für 2007 werden entgegen dem ursprünglichen Ansatz die Mittel um 39 Millionen auf 213 Millionen Euro erhöht.

Katherina Reiche zeigte sich erfreut, dass diese Mittelerhöhung auch auf Drängen der CDU/CSU im Haushaltsausschuss durchgesetzt werden konnte. (s. Rede Katherina Reiche)

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Source: CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom 2006-11-20.

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