22 Juni 2011

CCI: Baumwollpreise bleiben hoch

Weltweit steigende Nachfrage

Nach einer Entspannung bei Baumwollpreisen sehe es langfristig nicht aus, erklärte Cotton Council International (CCI) Executive Director Allen A. Terhaar in Düsseldorf. “Für 15 Jahre lagen die Preise für die Naturfaser auf einem sehr niedrigen Niveau. Wir gehen nach extremen Preiserhöhungen davon aus, dass die Preise auf einem hohen Level bleiben, bei zu erwartenden kleineren Schwankungen.” Terhaar verweist auf die kontinuierlichen Preiserhöhungen für viele andere Rohstoffe wie Zucker, Kaffee, Gold oder Mais. Prosperierende Märkte wie China und Indien sorgten dafür, dass die Nachfrage in allen Rohstoff-Bereichen ansteige, was zu dauerhaft hohen Preisen führe.

Zwar werde derzeit etwas mehr Baumwolle angebaut, die Menge reiche aber immer noch nicht aus. Im Jahr 2011 wird weltweit eine Gesamtmenge von 24,9 Mill. Tonnen Baumwolle auf einer Fläche von 33,5 Mill. Hektar Land produziert, so die Schätzungen von Cotton USA. Die Organisation hat errechnet, wie hoch sich Textilien bei zuletzt verdoppelten Preisen für Rohbaumwolle theoretisch verteuern. Bei Shirts liege die Preiserhöhung bei 0,35 Dollar (0,24 Euro), Jeans-Preise nehmen um 1,63 Dollar zu. Derzeit spüre der Verbraucher zwar noch keine signifikanten Preissteigerungen. “Das wird sich jedoch in den kommenden Jahren ändern”, so Terhaar. Die Nachfrage nach Fasern insgesamt werde bis zum Jahr 2050 um bis zu 20 Mill. Tonnen steigen.

Die Organisation Cotton Council hat sich zum Ziel gesetzt, die Hochwertigkeit und Nachhaltigkeit von Baumwolle stärker in den Köpfen der Verbraucher zu verankern und zeigt das in unterschiedlichen Marketing-Konzepten. Social Media ist ein großes Feld, Design-Wettbewerbe und POS-Aktivitäten werden großgeschrieben. Unterstützung im Sourcing ist zudem für die Vorstufe eine wichtige Maßnahme.

Source: Textilwirtschaft, 2011-06-22.

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