22 November 2010

Cardia Bioplastics: Erste biologisch abbaubare Kunststofftüte aus CO2-Emissionen

Weiterentwicklung der neuen CO2STM-Technologie geplant

Das australische Unternehmen Cardia Bioplastics Limited (ASX: CNN) hat weltweit die erste biologisch abbaubare Kunststofftüte mit einer Technologie hergestellt, die Kohlendioxid (CO2- Emissionen) und Stärke miteinander vermischt. Das Unternehmen mit Sitz in Melbourne gehört zu den führenden Entwicklern, Herstellern und Direktvermarktern von biologisch abbaubaren Verpackungsmaterialien für die Kunststoffverpackungsindustrie.

Pat Volpe, Chairman des Unternehmens, gab bekannt, dass Cardia Bioplastics einen erfolgreichen Produktionslauf zur Herstellung der innovativen Kunststofftüte durchgeführt hat. Die Verpackung läuft unter den Namen CO2STM und steht für Kohlendioxid und eine auf Stärke basierende, erneuerbare Ressource.

Die Kunststofftüten des Produktionslaufs wurden in der Fertigungsstätte des Unternehmens in China produziert. Die von Cardia Bioplastics hergestellten Tüten werden den Erdölanteil im Vergleich zu herkömmlichen Plastiktüten um 50% reduzieren.

“Dies ist das erste Mal überhaupt, dass CO2-Emissionen auf diese Weise umgewandelt werden konnten. Aus Schadstoff wird damit eine nutzvolle Ressource. Die Entwicklung dieser Technologie hat das Potenzial, die Produktion von Biokunststoffen weltweit zu revolutionieren und gleichzeitig CO2-Emissionen zu reduzieren”, kommentierte Pat Volpe.

Die Wirkungsweise der Technologie beinhaltet die Gewinnung und Nutzung von konservierten, umweltverschmutzenden Schadstoffen (CO2-Emissionen), die somit nicht an die Atmosphäre abgegeben werden. Diese umweltverschmutzenden CO2- Emissionen, abgesondert aus Erdgaslagerstätten in China, werden daraufhin in ein Polypropylen Carbonat Polymer (PPC) umgewandelt und mit Stärke, einer gut verfügbaren, natürlichen Ressource, vermischt. Dieser Prozess findet unter dem Einsatz von Cardias unternehmenseigener Technologie statt, deren Mechanismus sich als Schmelzvermischung beschreiben lässt. Genau dieser Prozess der Verschmelzung mit Stärke macht die Technologie so einzigartig, führt der technische Leiter von Cardia, Dr. John Scheirs, aus.

“Unser Prozess stellt die homogene Verbindung der PPC-Substanz mit Stärke sicher. Die Verbindung von PPC mit vollständig biologisch abbaubaren, stärkebasierten, blasbaren Folienmaterialien erweitert die Widerstandsfähigkeit sowie die Reißfestigkeit und verbessert die Verarbeitungsmöglichkeiten der Stärke-Mischung. Derartige Filme sind für die Herstellung von Kunststofftüten geeignet und weisen außerdem hervorragende Verschweißeigenschaften auf”, so Dr. Scheirs.

Cardia ist davon überzeugt, dass diese revolutionäre Entwicklung die Bereitstellung von umweltfreundlicheren Verpackungsalternativen weltweit ermöglichen könnte. Das Unternehmen ist derzeit mit mehreren an der Technologie interessierten Partnern in Gesprächen.

“Dieser neue Prozess verfügt über den zusätzlichen Vorteil, Plastikerzeugnisse mit einem geringeren Kohlendioxidausstoß (CO2-Emissionen) produzieren zu können, da das Polypropylen Carbonat Polymer (PPC) unter der Nutzung von Kohlendioxid hergestellt wird. Folglich zeigen sowohl die Stärke als auch etwa die Hälfte des PPC-Kohlenstoffs eine neutrale CO2-Bilanz”, fügte Dr. Scheirs hinzu.

Cardia plant nun die Weiterentwicklung der neuen CO2STM-Technologie, indem der aus CO2-Emissionen hergestellte PPC-Anteil und die erneuerbare Ressourcenkomponente erhöht werden, sodass bis zu 60% weniger ölbasierte Rohstoffe verbraucht werden. Cardia arbeitet darüber hinaus daran, die Anforderungen internationaler Zertifizierungsstandards hinsichtlich der Kompostierbarkeit für CO2STM zu erfüllen.

Pat Volpe weiter: “Wir freuen uns darüber, die weitere Entwicklung der erneuerbaren Energien direkt zu beeinflussen, indem wir eine neue Generation von Biokunststofffolien für Tragetüten und andere Produkte entwickeln. Bio- kunststofffolien machen es möglich, einen problematischen Umweltschadstoff in ein Produkt zu transformieren, das eine umweltfreundliche Alternative darstellt. Unternehmen auf der ganzen Welt suchen nach umweltfreundlicheren Wegen für ihre Geschäftsprozesse. Dies ist eine Möglichkeit, wie sie ihren Kohlendioxidausstoß signifikant reduzieren können.”

Die Produktionsmenge kann bei entsprechender Nachfrage flexibel erhöht werden. Ziel ist es, CO2STM-Tragetüten zu Preisen unter denen vergleichbarer kompostierbarer Tragetüten anzubieten.

Pat Volpe schließt mit den Worten: “Wir stehen in den Startlöchern zur Kommerzialisierung unserer einzigartigen und innovativen Technologie. Gleichzeitig sind wir an einem internationalen Partner interessiert, der Öl- oder Gasbohrungen durchführt oder über Raffinerien verfügt, die CO2-Emissionen erzeugen. Sobald sich unsere gegenwärtig geführten Gespräche konkretisieren, werden wir den Markt informieren. Die Verhandlungen hierzu befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.”

Kontakt
Cardia Bioplastics Limited
Pat Volpe (Chairman)
Tel.: +61 3 9813 2218

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Supplier

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