14 Juli 2000

Cannabium bleibt am Markt

Im Juli 2000 verkündetete das Verbrauchermagazin “Test” der Stiftung Warentest, das Kult-Hanfgetränk “Cannabium” der Margon Brunnen GmbH sei “nicht mehr im Angebot” (vgl. Meldung vom 14.07.00).

Wenngleich das Verbrauchermagazin einräumt, dass ein Rausch durch den THC-Gehalt in dem prickelnden Kultgetränk ausgeschlossen ist, waren Hersteller und Vertreiber von Anfang an schwersten Angriffen und Unterstellungen durch Jugendschützer ausgesetzt. In Thüringen jagte ein Jugendpfleger dem Getränkehersteller sogar das Landeskriminalamt auf den Hals.

Tatsächlich sah sich der Mineralgetränkeproduzent Margon Brunnen veranlasst, zum Anfang dieses Jahres die Produktion von “Cannabium” einzustellen, nach einer Vorratsabfüllung, die noch einen Jahresvertrieb abdeckt. Dies weniger deshalb, weil der Richtwert für THC-Gehalte in Getränken in diesem Jahr wieder gesenkt wurde (vgl. Meldung vom 16.03.00) und der Hersteller daher die Rezeptur hätte ändern müssen, sondern weil “Cannabium” mit 150.000 Flaschen Jahresverkauf lediglich ein ökonomisch uninteressantes Nischenprodukt war, so Axel Hahn, der Margon-Chef.

Arndt Viehweg, Miterfinder von “Cannabium” und Geschäftsführer des Großbardauer Getränkegroßhandels Vifra erklärt hierzu: “Cannabium gibt es auch weiterhin”.
Und: “Wenn Margon nicht mehr produziert, gibt es genügend andere, die das machen”. Mit seinem Unternehmen wird er die Hanf-Spezialität weiter vertreiben. In Grimma und Umgebung ist die besondere Erfrischung im “Getränkeborn” in Grimma und Bad Lausick erhältlich, sowie in verschiedenen Getränkeshops und Gaststätten.

Autorin: Marion Kupfer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 14.07.00.

Source: Leipziger Volkszeitung vom 14.07.00.

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