21 Juli 2008

Bundesregierung: “Mikroalgen als Kraftstoffquelle bisher zu teuer”

Expertenforum sondiert Forschungsbedarf

Mikroalgen können bis auf weiteres nicht als Energiequelle genutzt werden. Ein Expertenforum sondiere aber derzeit den Forschungsbedarf, so die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Die Algen, die aus einer Zelle oder wenigen Zellen bestehen, könnten grundsätzlich als Substrat bei der Biogaserzeugung genutzt werden. Außerdem gebe es Bestrebungen, Photosynthese treibende Mikroalgen zur Reinigung von Biogas einzusetzen. Des Weiteren könnten Algen prinzipiell auch zur Herstellung von Kraftstoffen wie Bioethanol genutzt werden. Die Produktionskosten seien allerdings noch zu hoch, um Algenmasse energetisch zu nutzen. Herkömmliche Produktionsanlagen seien außerdem nur schwer sterilisierbar. Es bestehe die Gefahr von Verunreinigungen, die zu Produktionsausfällen führen könnten. Darüber hinaus enthielten Algen oft eine zu hohe Zahl von Spurenelementen und organischen Verbindungen, um sie problemlos zur Gewinnung von Biokraftstoffen einzusetzen.

Weitere Informationen:
“Produktion nachwachsender Rohstoffe zur rohstofflichen und energetischen Nutzung von Algen in Aquakultur als Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieversorgung.” Kleine Anfrage der FDP vom 2008-05-28 und Antwort der Bundesregierung vom 2008-06-17 (PDF-Dokumente).

Source: Heute im Bundestag, 2008-07-18.

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