30 September 2014

Bundesminister Schmidt: “Die deutsche Forstwirtschaft steht heute mehr denn je für Nachhaltigkeit”

Schutz und Nutzung des Waldes müssen in Einklang stehen

Anlässlich der Übergabe von sechs Forsteinrichtungswerken an die Marktgemeinde Burghaslach betonte Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, die Bedeutung des Waldes für Mensch und Umwelt.

“Unsere Wälder spielen eine sehr wichtige Rolle für den Schutz des Klimas und der Natur sowie der Erhaltung der Biodiversität. Aber auch für uns Menschen haben sie eine Schutzfunktion. In den Wäldern können wir uns erholen und unsere Freizeit gestalten. Der Wald hat aber noch einen weiteren unschätzbaren Vorzug: Er liefert uns den einzigartigen, nachwachsenden Rohstoff Holz.” Damit dieser Rohstoff auch weiterhin zu Verfügung stehe, müssten Schutz und Nutzung des Waldes in Einklang stehen, sagte Schmidt. “Nachhaltige Waldbewirtschaftung wird von Forstleuten und Waldrechtlern seit Generationen gelebt. Die Übergabe der Forsteinrichtungswerke ist ein weiterer Schritt, um die bayerischen Forsten langfristig zu erhalten: Sie planen, überprüfen und steuern die Holznutzungen für die nächsten 20 Jahre. Das zeigt, dass Nachhaltigkeit ernst genommen wird.”

Bundesminister Schmidt wies auf die drei großen Herausforderungen hin, bei denen Wald und Holz eine große Rolle spielen: Energiewende, Klimawandel und demographischer Wandel. “Mit der Waldstrategie 2020 haben wir eine klare Linie für den Sektor Wald, Forst- und Holzwirtschaft entworfen. Wir wollen den außerordentlichen Wert des Waldes bewahren und, wo möglich, noch optimieren”, sagte Schmidt. Auch für die Klimaschutzziele sei der Wald unentbehrlich: “Um Treibhausgase zu verringern und zu vermeiden brauchen wir anpassungsfähige Wälder. Wir haben deshalb im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Umweltministerium den Waldklimafonds auf den Weg gebracht. Damit fördern wir die notwendige Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Die Resonanz ist hoch: Bisher konnten Projekte mit einem Fördervolumen von rund 18 Millionen Euro bewilligt werden”, so Schmidt.

Der Koalitionsvertrag sieht vor, die Umsetzung der Waldstrategie 2020 voranzutreiben und dabei auch die Schutzziele der Biodiversitätsstrategie im Auge zu behalten. “Ich werde diesen Prozess nutzen, um das BMEL als Sachverwalter aller Waldfunktionen und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung strategisch aufzustellen”, betonte Schmidt und unterstrich die Wichtigkeit dieses Politikbereiches: “Wald- und Holzpolitik zählt nicht nur zum Kernbereich meines Ministeriums, sondern sind mir auch eine echte Herzensangelegenheit.”

Source: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Pressemitteilung, 2014-09-28.

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