9 März 2009

Bundeskartellamt ermittelt gegen Spanplattenhersteller

Verdacht unzulässiger Preis- und Kapazitätsabsprachen

Wie das Holz-Zentralblatt berichtet, ermittelt das Bundeskartellamt derzeit gegen sieben Spanplattenhersteller und den Bundesverband der Holzwerkstoffindustrie (VHI) wegen des Verdachts unzulässiger Preis- und Kapazitätsabsprachen im Zeitraum 2003 bis 2007.

Bei einer auf Beschluss des Amtsgerichts Bonn am 4. März 2009 durchgeführten Durchsuchungsaktion an insgesamt 15 Standorten wurden Dokumente beschlagnahmt, die in den kommenden Wochen auf Belastungsmaterial geprüft werden. Betroffen waren nach Medienmeldungen Pfleiderer in Neumarkt i. Oberpfalz, Glunz in Meppen und Horn Bad-Meinberg, Egger in Brilon und Nolte in Germersheim. Pfleiderer hat den Verdacht der Preisabsprachen zurückgewiesen. Die betroffenen Unternehmen haben zum Teil bereits Widerspruch gegen diese Beschlagnahmung erhoben.

Die Spanplattenindustrie leidet derzeit unter einem starken Preisverfall der Produkte. Nach Angaben von FORDAQ haben Inlandsabsatz und Export in den vergangenen Wochen stark nachgelassen. Einige Unternehmen wie Egger haben Kurzarbeit angekündigt. Temporäre Werksschließungen gibt es bei Kronospan in Presov (Ost-Slowakei) sowie im Werk Falco in Szombathely/Ungarn sowie bei Novopan in Leoben/Österreich. In Frankreich stehen die Betriebe der Sonae Industrie/Isoroy in Saint Dizier (MDF) und Châtellerault (OSB) vor dem endgültigen Aus.

Source: Holz-Zentralblatt, 2009-03-06 und

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