7 Dezember 2002

Bundeshaushalt: Positives Signal bei Nachwachsenden Rohstoffen

Mit der vorgesehnen Erhöhung um 13 Millionen Euro für den Bereich Nachwachsende Rohstoffe im Agrarhaushalt des Bundes setze die Bundesregierung ein wichtiges Signal für diese Zukunftsbranche, betonte der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Dr. Klaus Kliem. Mit dem erhöhten Haushaltsansatz trage die Bundesregierung der erfolgreichen Entwicklung bei nachwachsenden Rohstoffen Rechnung. Mit ca. 850.000 Hektar zur Ernte 2002 habe der Anbau dieser alternativen Rohstoffe einen erneuten Höchstwert erreicht, stellte der UFOP-Vorsitzende fest. Eine internationale Spitzenposition nehme Deutschland heute bereits sowohl in der Vermarktung als auch in der Technologieentwicklung bei der Herstellung und Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen ein. Kliem verwies auf die Vielzahl von Projekten, Produktlinien und vor allem neuer Unternehmen, die hinter dieser Anbauentwicklung stehen.

Dieser Innovationsvorsprung wurde vor allem dadurch ermöglicht, dass 1993 die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe gegründet und hiermit die notwendige Koordinierungsstelle für die anwendungsorientierte Forschung für die Produktion und Vermarktung von nachwachsenden Rohstoffen geschaffen wurde. Unter Einbeziehung der Bundesländer hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. ein Netzwerk aufgebaut, das inzwischen international Beachtung findet.

Mit dem erhöhten Haushaltsansatz bekräftigt die Bundesregierung ihren Willen, nicht nur die zunehmenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu finanzieren, sondern ebenso durch die Aufstockung des Markteinführungsprogramms den erfolgreich entwickelten neuen Produkten und hiermit eingebundenen Unternehmen den Marktzugang zu öffnen. Dieser strategische Brückenkopf für die Markteinführung gibt den neuen Produkten den erforderlichen Rückenwind, damit letztendlich über die Markteinführung der landwirtschaftliche Rohstoff nachgefragt wird.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen agrarmarktpolitischen Herausforderungen müssen daher Regierung und Parlament im Rahmen der Förderpolitik grundsätzlich die Instrumente für die Erschließung neuer Absatzmärkte stärken und im Dialog mit der Wirtschaft gezielt einsetzen.

(Vgl. Meldung vom 2002-11-28.)

Source: Pressemitteilung der UFOP vom 2002-12-06.

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