8 Februar 2007

Bund: Ausschließlich Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft

Bundesregierung vereinbart Beschaffungsregeln der Bundesverwaltung für Holzprodukte

“Mit der Verabschiedung einer Beschaffungsregelung des Bundes für Holzprodukte setzt die Bundesregierung ein klares Signal für die große Bedeutung des Nachhaltigkeitsprinzips in der Forst- und Holzwirtschaft”, erläuterte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Dr. Peter Paziorek in Berlin. “Sämtliche Holzprodukte, die durch die Bundesregierung beschafft werden, müssen nachweislich aus umweltgerechter, sozialverträglicher und nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen.”

“Mit dieser wirkungsvollen und unbürokratischen Regelung nimmt die Bundesregierung eine Vorbildfunktion ein”, so Dr. Paziorek weiter. “Ich gehe davon aus, dass unser Beispiel auch in weitere öffentliche und privatwirtschaftliche Beschaffungsregelungen Eingang findet.”

Als Nachweis akzeptiert werden seitens des Bundes zunächst die Zertifikate des PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) und des FSC (Forest Stewardship Council) sowie vergleichbare Nachweise im Einzelfall. Die Regelung ist zunächst auf vier Jahre befristet und bietet den Zertifizierungssystemen einen Anreiz, ihre Anforderungen weiterzuentwickeln.

Die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung und die lückenlose Rückverfolgbarkeit in der Produktkette muss für alle Holzprodukte, die durch den Bund beschafft werden, gewährleistet sein. Wälder haben eine herausragende Bedeutung für die Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und für die Bewahrung der biologischen Vielfalt. Unverzichtbare Voraussetzungen zur Eindämmung der anhaltenden Zerstörung und Degradierung von Wäldern weltweit, sind eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und legaler Holzeinschlag.

(Vgl. Meldung vom 2007-01-05.)

Source: BMELV, 2007-01-30.

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