27 Januar 2003

Brasiliens Biodiesel kommt von McDonald‘s

Rios Müllabfuhr fährt neuerdings mit Frittendiesel

Was McDonald‘s Entsorgungsverwaltung recht ist, kann für Rios Müllabfuhr nur billig sein. Gestützt wurde die Entscheidung, den Treibstoff für Rios Müllfahrzeuge künftig aus alten Frittierfetten der Fast-Food-Kette aufzubereiten, auch von den Forschern der örtlichen Universität und der Stadtverwaltung.

Zunächst auf 25.000 Liter monatlich begrenzt, soll der Biodiesel aus Bratfett problemlos mit herkömmlichem Diesel mischbar sein, auch die Motoren des Fuhrparks bräuchten nicht modifiziert zu werden. So will man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Frischere Pommes für die Imbissfans, weniger Emissionen für die ohnehin belastete Metropole und für die Uni ein Forschungsprojekt.

Ist zwar Biosprit per Ethanolbeimischung zum Benzin in Brasilien längst etabliert, gibt der Dieselverbrauch noch Probleme auf. Immerhin müssen für die Deckung des jährlichen Verbrauchs von 40 Mrd. Litern 12 Mrd. Liter teuer importiert werden. Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe wie Soja, Rizinus, Mais, Baumwolle und vieler Ölpalmen, die hier reichlich vorhanden sind, könnte hier demnächst sowohl die Import-, als auch die Ökobilanz günstig beeinflussen.

Source: Leonberger Kreiszeitung vom 2003-01-23.

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