9 Juli 2003

Brandenburg wird führender Biodiesel-Produzent

Biodiesel-Tagung in Potsdam erbrachte interessante Einzelheiten

Wie der brandenburgische Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) am Montag während einer Tagung zum Thema Biodiesel in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam verlauten ließ, soll das Land Brandenburg bis Jahresende mit 230.000 Tonnen Biodieselkapazität rund 23 Prozent des deutschen Gesamtaufkommens bestreiten. Insgesamt liefern hier sechs Biodiesel-Anlagen, als größte gilt mit 100.000 t Jahreskapazität die Anlage Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz).

“Leider ist Brandenburg aber noch nicht Nummer Eins, wenn es darum geht, Biodiesel auch einzusetzen”, bedauert Birthler das Ungleichgewicht zwischen Produktion und Marketing, denn lediglich 55 von gesamt 1.600 Biodiesel-Tankstationen sind bislang in der Region aufgestellt. Dabei könnte allein der Bedarf an Agrardiesel in der landwirtschaftlichen Produktion angesichts sinkender Subventionen ein wachsender Wirtschaftsfaktor werden. Immerhin ist Biodiesel unversteuert 12 Cent billiger als herkömmlicher Fossilsprit.

Die Duisburger WLS Warenlogistik mit Niederlassung in Wustermark (Havelland) konnte laut Aussage ihres Vertreters Peter Voskühler mit der Umstellung auf Biodiesel “gute Erfahrungen” sowie auch “bedeutende Einsparungen” erzielen. Mit 124 Fahrzeugen beliefert das Unternehmen sämtliche deutschen McDonald’s-Filialen. Voskühler betonte hierbei auch, wie wichtig wegen der Qualitätssicherung des Biodiesels der persönliche Kontakt zu den Lieferanten sei.

Die Elbe-Öl Prignitz AG, die erst kürzlich in Falkenhagen (Prignitz) eine eigene Produktionsanlage eröffnet hat, setzt allerdings auf einen geschlossenen Produktions- und Vertriebsring und beabsichtigt die Einrichtung von 40 mobilen Tankstationen.

Source: Pressemitteilung des Landes Brandenburg vom 2003-07-07 und Märkische Allgemeine vom 2003-07-09.

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