19 September 2008

BP und Verenium fördern Bioethanol aus Zellulose

Vorgabe zur Herstellung von Zellulosesprit in den USA soll erfüllt werden

Der Energiekonzern BP und der Biokraftstoffproduzent Verenium wollen durch eine strategische Partnerschaft die Marktreife von Bioethanol aus Zellulose schneller herbeiführen. Als Ziel sollen erst in den USA und später weltweit Anlagen errichtet werden, welche zur Erzeugung von Ethanol aus Zellulose dienen sollen. Nach Angaben der Zeitschrift Neue Energie erhält Verenium in der ersten Phase, die 18 Monate umfasst, 90 Mio. USD (rund 60 Mio. Euro) von BP und garantiert dem Energiekonzern dafür Rechte an der heutigen und zukünftigen Technologie des Unternehmens. In der zweiten Phase der Zusammenarbeit soll der Joint Venture entstehen, der die Entwicklung kommerzieller Anlagen vorantreibt.

“Wir glauben, dass Energiepflanzen wie Zuckerrohr, Miscanthus und Schilfrohr die besten Rohstoffe sind, um Biokraftstoffe ökonomisch, nachhaltig und in größeren Mengen herzustellen”, sagte Sue Ellerbusch, Präsident von BP Biofuels North America der Zeitschrift. Durch die Partnerschaft mit Verenium habe BP Zugang zur fortschrittlichsten Technologie, um diese Energiepflanzen zu Bioethanol umzuwandeln. Es werde frühzeitig möglich sein, in den USA zu investieren und so die Vorgaben für Ethanol aus Zellulose zu erfüllen, die das aktuelle Energiegesetz macht. Zudem hofft das Unternehmen darauf, durch die neue Technologie die Produktivität bestehender Anlagen in Brasilien zu steigern.

2007 trat in den USA der “Energy Independence and Security Act” in Kraft, welcher vorsieht, dass bis 2022 21 Mrd. Gallonen (rund 79,5 Mrd Liter) Biokraftstoffe produziert werden müssen, wovon 16 Mrd. Gallonen (rund 60,5 Mrd. Liter) aus Zellulose gewonnen werden müssen. Auf die Entwicklung der entsprechenden Technologie hat sich Verenium im Sitz in Cambridge, Massachusetts, spezialisiert. Zudem entwickelt das Unternehmen Enzyme für die Biokraftstoffherstellung, industrielle Prozesse, Tierernährung und Gesundheitsmärkte.

Source: Neue Energie, 2009-09.

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