27 Mai 2010

BMU: Förderprogramm zur Optimierung der energetischen Biomassenutzung

Ab Mitte 2010 sollen Pilot- und Demonstrationsvorhaben unterstützt werden

Die Herausforderungen des weltweiten Klimaschutzes können nur mit einer nachhaltigen Energieversorgung verwirklicht werden. Biomasse ist der wichtigste und vielseitigste erneuerbare Energieträger in Deutschland. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative bereits im Jahr 2008 das Programm zur “Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung” aufgelegt.

Das Förderprogramm unterstützt die Weiterentwicklung des gegenwärtigen Diskurses über die Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Biomasse bis hin zur Vorbereitung einer nachhaltigen und tragfähigen Biomassestrategie. Darüber hinaus steht die Entwicklung und Optimierung klimafreundlicher Technologien zur energetischen Biomassenutzung im Fokus des Förderprogramms.

Gegenstand des Förderprogramms ist die Erforschung und Entwicklung von energieeffizienten Technologien sowie die Optimierung von Prozessen und Verfahren. Machbarkeitsstudien, Messprogramme, Pilot- sowie Demonstrationsvorhaben sollen dabei unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits- und Klimaschutzaspekten entscheidend zur Verbesserung der energetischen Nutzung von Biomasse beitragen.

Das Förderprogramm richtet sich an Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen mit Sitz und Schwerpunktaktivitäten in Deutschland. Die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen am Förderprogramm ist vor allem in Pilot- und Demonstrationsvorhaben erwünscht.

Im April 2009 startete die Phase I des Förderprogramms. Eine Vielzahl von Forschungsverbünden und Einzelvorhaben arbeitet seither aktiv an unterschiedlichsten Themen zu Biomasse als Energieträger für eine klimaeffiziente Strom- und Wärmeerzeugung, zur Gewinnung von Biokraftstoffen und zur Einspeisung von Biomethan in das europäische Erdgasnetz. Fragestellungen zum Wissenstransfer, zu Ausbildung und Beratung sowie zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Biomasse gehören ebenso zu den Inhalten des Förderprogramms. Die praktische Forschungsarbeit umfasst in den Phase I-Vorhaben zunächst die Erstellung einer belastbaren Datenbasis, von Optimierungsansätzen, Konzepten und Machbarkeitsstudien. Auf der Basis dieser Ergebnisse soll in Phase II ab Mitte 2010 vor allem die Unterstützung und Begleitung besonders vielversprechender Pilot- und Demonstrationsvorhaben erfolgen. Auch die Erprobung aussichtsreicher Optimierungsansätze gehört zu den Schwerpunkten der Phase II-Vorhaben.

Weitere Informationen
www.energetische-biomassenutzung.de

Kontakt
DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
Torgauer Straße 116
04347 Leipzig
E-Mail: paul.trainer@dbfz.de

Source: Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE), Pressemitteilung, 2010-05-25.

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