26 Juli 2007

BMELV: Biomasse-Forschungszentrum kommt nach Leipzig

Konzentration auf energetische Nutzung

“Nach sorgfältiger Prüfung möglicher Standorte freue ich mich, die Entscheidung bekannt zu geben, dass das Deutsche Biomasse-Forschungszentrum in Leipzig angesiedelt werden wird”, erklärte Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 25. Juli in Leipzig. In der Gesamtbewertung der vorliegenden Bewerbungen aus den neuen Bundesländern – die im übrigen alle von hohem Niveau waren – habe der Standort Leipzig am besten abgeschnitten, erläuterte der Minister seine Entscheidung.

Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz im Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (ufz) mit Prof. Dr. Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Uwe Albrecht, Bürgermeister für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Leipzig, stellte Minister Seehofer die Standortentscheidung und das fachliche Konzept des künftigen Forschungszentrums vor.

Unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und unter Einbindung des Bundesforschungs-, Bundesumwelt- und des Bundesverkehrsministeriums sowie der Bundesländer, die sich für den Standort beworben haben, wurden die Bewerbungsunterlagen möglicher Standorte für das DBFZ auch mit Blick auf mögliche Kooperationen des DBFZ mit Forschungseinrichtungen der Länder geprüft.

“Mit den mitteldeutschen Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben wir uns bereits über eine enge Zusammenarbeit des DBFZ mit den Ländereinrichtungen verständigt. Auch dafür gebührt den hier heute vertretenen Häusern mein Dank. Besonders freue ich mich, dass wir mit den beiden renommierten, in Leipzig ansässigen Instituten, namentlich dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (ufz) und dem Institut für Energetik und Umwelt (IE) zwei herausragende Kooperationspartner gefunden haben”, betonte Seehofer.

Es ist vorgesehen, das DBFZ zum 1. Januar 2008 als gemeinnützige GmbH in Leipzig einzurichten. Das BMELV wird im Wege der institutionellen Förderung die Grundfinanzierung des DBFZ aufbringen. Nach dem Regierungsentwurf des Haushalts 2008 stellt das BMELV allein für die Gründung des DBFZ 4 Mio. € zur Verfügung. Es sollen Stellen für bis zu 80 Beschäftigte geschaffen werden. Darüber hinaus werden im Zuge der Projektförderungen weitere Mittel durch die beteiligten Ressorts bereitgestellt (unter anderem aus dem 50 Mio. € Förderprogramm “Nachwachsende Rohstoffe” des BMELV). Seehofer dankte seinen Ressortkollegen, sowie dem Land Sachsen für die zugesagte Mitfinanzierung.

Aufgabengebiet: energetische Nutzung von der Logistik bis zur Umwandlung
Das DBFZ wird sich auf die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe konzentrieren. Das Aufgabengebiet des DBFZ beginnt bei der Logistik nach der Ernte. Die Forschung über Konditionierung und Konversion bis hin zur Umwandlung in Strom, Wärme und Kraftstoffe (z.B. Kraftwerkstechnologie, Heiz- und Motorentechnik) soll im Vordergrund stehen.

“Leipzig verbindet den wichtigen Vorzug eines in Deutschland zentral gelegenen Standortes mit dem Vorteil, dass hier bereits eine Basis an einschlägigen wissenschaftlichen Einrichtungen vorhanden ist. Insgesamt bietet Leipzig alle Rahmenbedingungen, um das DBFZ als Zentrum eines anwendungsorientierten Forschungsnetzes im Bereich der Bioenergie zu etablieren”, hob Seehofer hervor.

Hier steht die Pressemitteilung als PDF-Dokument zur Verfügung.

(Vgl. Meldungen vom 2005-03-07 und 2005-02-04.)

Source: Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Pressemitteilung, 2007-07-25.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email