29 Oktober 2004

Biowärme im OP und auf der Schulbank

Bayern fördert den Neubau von Biomasseheizwerken

Die Bezirkskliniken in Erlangen und Parsberg gehen mit gutem Beispiel voran: Für die Wärmeversorgung dieser Gebäudekomplexe wurden im Oktober zwei neue Biomasseheizwerke in Betrieb genommen. Vom Operationssaal bis zur Personalwohnung sorgt nun Holz aus der Region für wohlige Wärme. Die Betreiber dieser Heizwerke haben sich bereits auf den Weg gemacht – in Richtung Zukunft.

Gerade im Hinblick auf die Endlichkeit fossiler Energieträger und die durch ihre Verbrennung bedingte Klimaschädigung, wird die Nutzung von Biomasse immer wichtiger. In Bayern belegen 233 geförderte Biomasseheiz(kraft)werke, dass sich der Freistaat in ganz besonderer Weise für die Biowärme aus dem Wald einsetzt. Die Energiegewinnung aus Nachwachsenden Rohstoffen ist hier ein wichtiges agrarpolitisches Ziel. Für Biomasseheizwerke ab einem Mindest-Jahresbedarf von 500 MWh ist seit Juli 2004 im Rahmen des Gesamtkonzeptes “Nachwachsende Rohstoffe in Bayern” eine Förderung möglich.

Entscheidungsträger von Bezirken, Landkreisen und Kommunen haben es vielfach schon erkannt, als Abnehmer großer Wärmemengen bieten ihre Schwimmbäder, Schulen, Krankenhäuser, Wohnheime, Brauereien und dicht besiedelten Wohngebiete sehr gute Vorraussetzungen für die Wärmeversorgung über Biomasse. Die energetische Nutzung von Holz spart nicht nur fossile Ressourcen und Kohlendioxidemissionen ein. Anders als beim Heizöl- und Erdgaspreis ist der Holzpreis sehr stabil. Aufgrund der regionalen Verfügbarkeit des Brennstoffs entfallen lange Transportwege und Kosten, die bei Gefahrgut wie Heizöl entstehen. Die zur Wärmebedarfsdeckung erforderlichen finanziellen Mittel fließen nicht in Krisengebiete, sondern verbleiben in der Region und sichern Arbeitsplätze vor Ort.

Bezirke, Landkreise und Kommunen, die sich für die Wärmegewinnung aus Biomasse interessieren, sind aufgerufen, sich mit C.A.R.M.E.N. in Verbindung zu setzen. Ein wesentlicher Bestandteil des bayerischen Förderprogramms ist das von einer internationalen Expertengruppe mit C.A.R.M.E.N. entwickelte Qualitätsmanagement (QM) für Holzheizwerke. Es soll dafür sorgen, dass die neuartige Technik mit einem hohen Qualitätsstandart realisiert wird. (Vgl. Meldung vom 2004-07-19.)

Das QM-System bietet hierzu zahlreiche Werkzeuge für Planer und Betreiber an. Eine wichtige Rolle spielt der Qualitätsbeauftragte. Er steht den Bauherren als neutraler Berater zur Seite und bringt die Erkenntnisse aus einer Vielzahl an Holzenergieprojekten im In- und Ausland über das QM-System ein.

QM-Biomasse-2

Titelbild der C.A.R.M.E.N.-Broschüre “Sonnenspeicher Biomasse”. Nahwärmenetze – eine sinnvolle Alternative

Weitere Infos gibt es bei
C.A.R.M.E.N. e.V.
Schulgasse 18
94315 Straubing,
Tel.: 09421-960-300
Fax: 09421-960-333
E-Mail: contact@carmen-ev.de
Internet: www.carmen-ev.de

Source: Pressemitteilung des C.A.R.M.E.N. e.V. vom 2004-10-29.

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