19 Oktober 2006

Biowärme für Altdorf

Bayern setzt weiter auf Energie aus Nachwachsenden Rohstoffen: Für den Bau eines Biomasseheizwerks in Altdorf, Landkreis Nürnberger Land, hat Landwirtschaftsminister Josef Miller der Wärmelieferungsgenossenschaft Fürstenschlag e. G. einen Zuschuss von rund 139.000 Euro aus Landesmitteln zugesagt.

Die Gesamtkosten für die Anlage liegen bei rund 513.000 Euro. Das Heizwerk versorgt über ein bereits bestehendes Nahwärmenetz rund 440 Abnehmer in einem Wohngebiet der Stadt Altdorf mit umweltfreundlicher Wärme.

Herzstück der Anlage ist ein Biomassekessel mit 800 Kilowatt Nennwärmeleistung, der mit naturbelassenem Wald- und Restholz aus der Region befeuert wird. Pro Jahr sollen hier insgesamt bis zu 2.000 Tonnen Biomasse verfeuert werden. Miller bezeichnete das Biomasseheizwerk als Musterbeispiel für eine vorausschauende Klima und Ressourcen schonende Energieversorgung. Der regionalen Land- und Forstwirtschaft erschließe es ein zusätzliches Einkommen. Mit dem Betrieb dieser Anlage werden jährlich annähernd 1.500 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

Angesichts knapper werdender fossiler Brennstoffe und der Treibhausproblematik wird die energetische Nutzung regenerativer Biomasse immer wichtiger. Landesweit gibt es mehr als 260 geförderte Biomasseheiz- und -heizkraftwerke. Der Anteil der Biomasse am Primärenergieverbrauch in Bayern liegt bei mehr als vier Prozent. Damit nimmt der Freistaat deutschlandweit eine Spitzenstellung ein. Miller: “Strom und Wärme aus Wald, Feld und Stall haben Zukunft.”

Durch Biomasse werden in Bayern jährlich rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart und 2,3 Milliarden Liter Heizöl ersetzt. Von 1990 bis 2005 hat die Staatsregierung insgesamt 216 Millionen Euro – davon rund 176 Millionen Euro allein aus Landesmitteln – in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert.

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2006-10-18.

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