9 Mai 2003

Biovision – Zukunft mit Pflanzen

ForschungsReport 1/2003 erschienen

“Biovision – Zukunft mit Pflanzen”: Unter diesem Motto steht nicht nur der Deutsche Pavillon auf der kürzlich eröffneten Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) in Rostock. Auch die neue Ausgabe des ForschungsReport hat diesen Leitsatz als aktuellen Schwerpunkt aufgegriffen. In spannenden Beiträgen informieren Wissenschaftler aus den Forschungseinrichtungen des Bundesverbraucherministeriums über neueste Erkenntnisse rund um die Pflanze.

Zum Beispiel Arznei- und Gewürzpflanzen: Dank neuer Ergebnisse in der Züchtungsforschung können Kräuter wie Fenchel, Johanniskraut oder Thymian nicht nur in Südeuropa, sondern auch bei uns in hoher Qualität und mit verbessertem Ertrag angebaut werden.

Der Gartenbau, besonders die Unterglas-Produktion, ist die intensivste Form der pflanzlichen Erzeugung. Doch gerade hier gibt es die aussichtsreichsten Möglichkeiten, durch den gezielten
Einsatz von Nützlingen auf chemische Insektizide zu verzichten. Vermehrt setzen Praxisbetriebe in den letzten Jahren auf biologische Verfahren der Schädlingsbekämpfung, doch der Umgang mit den krabbeligen Helfern ist knifflig und will gelernt sein. Wissenschaftler und Gartenbau-Praktiker arbeiten in einem Verbundprojekt Hand in Hand, um Probleme der Praxis zu erkennen und zu lösen. Ein beeindruckendes Beispiel für Wissenstransfer vom Labor in den Alltag der Betriebe. ForschungsReport-Leser sind live dabei.

Passend zur Spargel-Saison informiert ein Beitrag über neue Forschungsarbeiten mit dem Ziel, mit Hilfe eines geeigneten Folienmanagements heimischen Spargel früher produzieren zu können. Gleichzeitig wurden verschiedene mechanische Erntehilfen getestet und Ernteverfahren aus arbeitswirtschaftlicher und ergonomischer Sicht bewertet. Mit Hilfe eines HighTech-Instumentenhandschuhs lässt sich künftig in Sekundenschnelle bestimmen, welchen Reifegrad und welche Süße Äpfel oder Pfirsiche haben. Durch den sensorbestückten Erntehelfer können Obstbauern mit einem Handgriff gleichzeitig die Fruchtfleischfestigkeit, den Zucker- und Chlorophyllgehalt sowie den Fruchtdurchmesser ermitteln, ohne die Frucht zu beschädigen. Damit ließe sich der optimale Erntezeitpunkt besser bestimmen, auch im Hinblick auf eine eventuelle Lagerung. Für die Verbraucher bedeutet das eine bessere Qualität der Ware.

Jeder, der auf einer Alleebaum besetzten Landstraße entlang gefahren ist, hat schon einmal Baumschäden gesehen, die von Unfällen herrühren. In der Vergangenheit wurde oft versucht, geschädigte Bäume mit baumchirurgischen Maßnahmen zu retten, um das Straßenbild der Allee zu erhalten. Das Ergebnis war häufig ernüchternd, da der verletzte Stammbereich trotz des betriebenen Aufwandes zu faulen begann – das Todesurteil für einen Alleebaum. Im ForschungsReport wird ein neues Verfahren vorgestellt, das die Selbstheilungskräfte der Bäume stärker mit einbezieht: Behandelt man die Wunde richtig, kann sie nicht nur vom Wundrand, sondern auf der verletzten Fläche selbst regenerieren.

Die Beiträge des Themenschwerpunkts sind auf Exponate abgestimmt, die von den Forschungseinrichtungen des Bundesverbraucherschutzministeriums auf der IGA in Rostock gezeigt werden.

Der 52 Seiten starke ForschungsReport 1/2003 mit dem Schwerpunkt “Biovision – Zukunft mit Pflanzen” ist kostenlos zu beziehen über die Geschäftsstelle des Senats der Bundesforschungsanstalten im Geschäftsbereich des Bundesverbraucherministeriums, Messeweg 11/12, 38104 Braunschweig, Tel.: 0531-299-3396, e-Mail: [email protected]

Source: BMVEL-Informationen Nr. 18/19 vom 2003-05-09.

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