17 Dezember 2008

Bioplastik für Karton mit Barriereschicht

Iggesund: "Entwicklung geht hauptsächlich vom Markt aus"

Iggesund Paperboard aus Schweden hat den ersten Auftrag für einen mit Biokunststoff beschichteten Karton erhalten. Das Material “Invercote” kann nun also auch mit einer biologisch abbaubaren Barriere geliefert werden, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Zu den Anwendungsbereichen gehören Verpackungen für Lebensmittel und Trinkbecher.

© Iggesund
© Iggesund

“Diese Entwicklung geht hauptsächlich vom Markt aus, steht jedoch in vollem Einklang mit der durchgängigen Umweltpolitik der Holmen Group”, erklärt Ola Buhrman, Produktmanager für die kunststoffbeschichteten und folienkaschierten Produkte von Iggesund Paperboard. “Es besteht eine eindeutige Nachfrage nach Barrierewerkstoffen, die biologisch abbaubar sind und kompostiert werden können.”

In den letzten Jahren hat Iggesund Probeläufe mit Biokunststoffen als Barrierematerial durchgeführt. Das Unternehmen hat außerdem eine Bestandsaufnahme und Bewertung der auf dem Markt verfügbaren Werkstoffe vorgenommen. Die Beschichtung mit Biokunststoff erfolgt im unternehmenseigenen Oberflächenveredelungswerk in Strömsbruk. Das am häufigsten verwendete Barrierematerial für Kartonverpackungen ist Polyethylen (PE), ein Kunststoff, der weder aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird noch biologisch abbaubar ist. Der Biokunststoff, den Iggesund jetzt einsetzt, ist biologisch abbaubar und erfüllt die Euronorm EN 13432 für Kompostierbarkeit.

“Leider ist es nicht einfach, das herkömmliche PE durch Biokunststoff zu ersetzen. Die neuen Werkstoffe stellen höhere Anforderungen an Produktionstechnologie und -anlagen”, berichtet Buhrman. Die aktuellen Preise für Biokunststoffe sind erheblich höher als für PE, werden jedoch erwartungsgemäß sinken, wenn die Verfügbarkeit steigt und weitere und größere Produktionsanlagen in Betrieb genommen werden. “Es ist jedoch eindeutig, dass diese Entwicklung von der Marktnachfrage nach größerem Umweltbewusstsein gesteuert wird und dass die Kunden bereit sind, für ein biologisch abbaubares Produkt mehr zu zahlen.”, so Buhrman.

Source: Iggesund Paperboard, Pressemitteilung, 2008-12.

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