22 März 2018

Bioökonomie: Lehrbuch der Uni Hohenheim gibt Richtlinien für die Ausbildung

Open Source oder Hardcover: „Bioeconomy – Shaping the Transition to a Sustainable, Biobased Economy“ der Universität Hohenheim von Studierenden und Professoren

Von Lehrenden und Lernenden: In Zeiten des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und der Notwendigkeit zur Ernährungssicherung beschäftigt sich die Bioökonomie mit neuen Methoden, diese globalen Probleme in den Griff zu bekommen. Dabei setzt die Bioökonomie auf Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen und neue Verfahren, um Nahrungsmittel, Tierfutter, Rohstoffe und Energie zu produzieren. Ein neues Buch der Universität Hohenheim in Stuttgart unter der Federführung von Prof. Dr. Iris Lewandowski zeigt nicht nur die Chancen und Vorteile der Bioökonomie auf. Es erklärt, wie Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenarbeiten – und wie Bioökonomie interdisziplinär in der Lehre am besten funktioniert.

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Neues Lehrbuch der Uni Hohenheim zur richtigen Ausbildung in der Bioökonomie

Der Masterstudiengang Bioeconomy der Universität Hohenheim ist bundesweit einzigartig. Im Rahmen ihres Studiums befassen sich die Studierenden mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und lernen, wie diesen mithilfe einer Bioökonomie begegnet werden kann.

In ihrem neuen Buch „Bioeconomy – Shaping the Transition to a Sustainable, Biobased Economy“ beschreiben Experten aus den Fachrichtungen der Agrar-, Natur- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hohenheim die Probleme der Erdölökonomie. Gleichzeitig bieten sie Lösungsansätze und erklären, wo weiterer Forschungsbedarf liegt.

„Neben den Experten haben auch vier Master-Studierende der Bioökonomie der Universität Hohenheim an dem Buch mitgeschrieben. Sie geben Einblicke, wie die Lehre in diesem Bereich verbessert werden kann“, sagt die Expertin. „Damit wollten wir auch anderen Richtlinien für die Ausbildung kommender Generationen geben.“

Bioökonomie: wirtschaftlich und interdisziplinär

Um unsere Zukunft zu sichern, müsse man sich einfach mit Alternativen zu Erdöl befassen, so der Tenor der Experten in ihrem neuen Buch. Die Bioökonomie ist eine solche Alternative.

„Eine nachhaltige Bioökonomie stellt eine solche Alternative dar und deshalb beschreiben wir in unserem Buch die Entwicklungsperspektiven“, meint Prof. Dr. Lewandowski. „Außerdem veranschaulichen wir, wie die Bioökonomie wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt werden kann und zeigen die Interdisziplinarität unserer Forschung.“

So wird im Buch die ganze Vielfalt der Bioökonomie sichtbar – Grundlagen der Biomasseerzeugung werden genauso vorgestellt, wie Möglichkeiten der Verarbeitung oder der Vermarktung. „Damit zeigen wir, dass die Bioökonomie tatsächlich nachhaltige Alternativen zur Erdölökonomie bietet“, sagt Jan Lask, studentischer Mitherausgeber des Buches.

Ein Guide für die Ausbildung von Bioökonomie-Experten

Zusätzlich zu diesen Möglichkeiten gebe das Lehrbuch auch Richtlinien für eine verbesserte Ausbildung vor. „Für diese neuen Bereiche  brauchen wir systemisch denkende Experten, die entlang der biobasierten Produktketten interdisziplinär arbeiten können und mit den Methoden der  Produktion, der Verarbeitung und letzten Endes auch der Vermarktung vertraut sind.“

Dabei blicken die Experten auch in die Zukunft ihrer Studierenden. „Wir wollen klarmachen, welche beruflichen Chancen sich in der Bioökonomie ergeben. Das Buch zeigt dabei, über welche Kompetenzen zukünftige Bioökonomen verfügen sollten.“ Um dabei den Anforderungen der Studierenden gerecht zu werden, wurde bereits das Konzept des Lehrbuchs von Studierenden entwickelt. „Wir hoffen damit den zukünftigen Studierenden der Bioökonomie dieses vielfältige Thema verständlich nahe bringen zu können“, sagt Jan Lask.

Das 355-Seitige Lehrbuch „Bioeconomy – Shaping the Transition to a Sustainable, Biobased Economy“ steht als kostenlose Open Source-Datei zur Verfügung oder kann als Hardcover im Verlag Springer für 53,49 Euro gekauft werden.

 

Kontakt

Prof. Dr. Iris Lewandowski
Universität Hohenheim
Institut für Kulturpflanzenwissenschaften
T +49 711 459 22221
E [email protected]

Source: Universität Hohenheim, Pressemitteilung, 2018-03-12.
Author: C. Schmid / Klebs

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