19 Januar 2012

Bioökonomie: Hallesche Universität zentraler Partner in siegreichem Spitzencluster

"BioEconomy" erhält Förderung durch BMBF

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel hat heute in Berlin die fünf Gewinner der dritten und abschließenden Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bekannt gegeben. Mit dabei: der mitteldeutsche Cluster “BioEconomy”, der vom BMBF über fünf Jahre mit rund 40 Millionen Euro gefördert wird. Zentraler Cluster-Partner im Ausbildungs- und Lehrbereich ist die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

“Unser Kernziel ist, die nachhaltige Wertschöpfung aus Nonfood-Biomasse zu maximieren, indem wir daraus neuartige Werkstoffe und Materialien sowie Chemieprodukte und Energie herstellen”, sagt Professor Thomas Hirth von der Fraunhofer-Gesellschaft, wissenschaftlicher Koordinator des Clusters. Zu den Partnern des Clusters gehören große Konzerne genauso wie über 40 innovative Mittelständler. Auf der Forschungsseite sind neben der Fraunhofer-Gesellschaft die Martin-Luther-Universität, das Deutsche Biomasseforschungszentrum, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und die Handelshochschule Leipzig eingebunden. Bei Fraunhofer handelt es sich um das Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse in Leuna, das Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und Polymerverarbeitung in Schkopau und das Institut für Werkstoffmechanik in Halle.

“Wir freuen uns sehr, dass wir mitwirken können an der Etablierung des wohl wichtigsten deutschen Bioökonomie-Standorts”, sagt Prof. Dr. Markus Pietzsch, der an der Martin-Luther-Universität die Arbeitsgruppe “Aufarbeitung biotechnischer Produkte” leitet. “Das wird unsere Schwerpunktsetzung im Bereich der industriellen, also der weißen Biotechnologie deutlich stärken.” Die MLU werde unter anderem ihren Masterstudiengang “Pharmaceutical Biotechnology” erweitern. Geplant seien zudem mehrere Stiftungsprofessuren sowie gemeinsame Berufungsverfahren und Arbeitsgruppen mit dem Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse, das derzeit auf einer Fläche von mehr als 2000 Quadratmetern in Leuna entsteht.

“Das Einzigartige am Cluster ‚BioEconomy’ sind die Vielzahl und das Leistungsvermögen seiner Partner. Gemeinsam sind wir in der Lage, die komplexen Wertschöpfungsketten der Bioökonomie mit kompetenten Partnern sowohl in der Industrie als auch der hoch spezialisierten Forschung abzudecken”, erklärt Clustermanager Stephan Witt von der in Berlin und Leuna ansässigen Unternehmensberatung JSW Consulting GmbH.

Source: Informationsdienst Wissenschaft, Pressemitteilung, 2012-01-19

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