26 Juni 2009

Biomüll künftig verkohlen?

Hydrothermale Carbonisierung, Biochar und Terra Preta in Deutschland

Biokohle aus feuchter Abfallbiomasse gewinnen, als Chemierohstoff, vor allem aber als Bodenverbesserer (Terra Preta) und CO2-Senke, diese Vision verfolgen die Entwickler von Verfahren der Hydrothermalen Carbonisierung. Der Wissensstand und die Entwicklung in Deutschland bis hin zu Versuchsanlagen auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung wurden auf zwei Veranstaltungen dargestellt, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft in Verbraucherschutz am 5. März in Berlin und das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMULV) in Wiesbaden am 22. April durchführten.

Vorträge der Veranstaltung des HMULV zum Themenkomplex Biokohle am 22. April 2009 in Wiesbaden

  • Terra Preta Modell für nachhaltige Ressourcennutzung im 21. Jahrhundert
  • Wirkung von Biokohle auf die Umwelt: Wissen, Chancen und offene Fragen
  • Verfahrenstechnik Pyrolyse CO2-Sequestrierung durch Einsatz von Biomasse in einem PYREG-Reaktor mit
  • Dampfschraubenmotor
  • Von der Wissenschaft in die Praxis Terra Preta Nova Morbach
  • Kosten Optimierung landbaulicher Anbausysteme mit Terra preta nova

Vorträge der Veranstaltung “Energie und Rohstoffe aus landwirtschaftlichen Reststoffen – Hydrothermale Carbonisierung ein geeignetes Verfahren?” des BMELV in Berlin am 5. März

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Hydrothermalen Carbonisierung (HTC) von Biomasse
    Prof. Dr. Markus Antonietti, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam,
  • Organische Reststoffe aus Landwirtschaft, Agrarindustrie und Kommunen
    Prof. Dr. Frank Schuchardt, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig,
  • Feste Bestandteile aus der HTC: Zusammensetzung und energetische Verwertung
    Prof. Dr. Fritz Richarts, Fachhochschule Gießen-Friedberg,
  • Wässrige Phase aus der HTC: Zusammensetzung und Abbaubarkeit
    Prof. Dr. Hans-Günter Ramke, Hochschule Ostwestfalen-Lippe,
  • HTC im Vergleich zu anderen Verfahren zur Nutzung nasser Biomasse
    Dr. Marco Klemm, Deutsches BiomasseForschungsZentrum gGmbH, Leipzig,
  • Möglichkeiten der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) zur Förderung von Projekten zu dem Thema der Hydrothermalen Carbonisierung
    Dr.-Ing. Andreas Schütte, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Güstrow,
  • Bedeutung der HTC zur Bodenverbesserung
    Privatdozent Dr. Gerd Gleixner, Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena,
  • Bedeutung der HTC für den Klimaschutz
    Dr. Claus Bormuth, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bonn,
  • Erfahrungen von Unternehmen:
    • Erste Erfahrungen mit der Hydrothermalen Carbonisierung von Biomasse: Ausblick auf die Entwicklung in 2009
      Rainer Schlitt, HydroCarb, Kirtorf,
    • HTC im industriellen Maßstab
      Volker Zwing, CarbonSolutions, Kleinmachnow,
    • Perspektiven für die Hydrothermale Carbonisierung aus Sicht von RWE Power
      Georg Wiechers, RWE Power AG, Essen.

Weitere Informationen
Vorträge der Veranstaltung in Wiesbaden zum Themenkomplex Biokohle
Vorträge und Abstracts der Veranstaltung in Berlin

Source: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 2009-03 und Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 2009-04.

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