14 Juni 2010

Biomüll-Energiemarkt blüht in Europa auf

Kraftwerke für organische Abfälle vor Wachstumsschub

Energie aus organischen Abfällen hat bislang einen Nischenmarkt gebildet. Gerade im Vergleich zu Solarfeldern oder Windparks ist das Geschäft mit Biomüll verhältnismäßig klein. In den kommenden Jahren stehen die “grünen” Kraftwerke der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zufolge aber vor einem spürbaren Wachstumsschub bei Nachfrage und Erlösen. Bei der Verwertung von Abfällen zur Energiegewinnung nimmt Europa und allen voran Deutschland eine Führungsrolle ein. Künftig werde der Markt wettbewerbsfähiger.

Im globalen Vergleich ist das Geschäft im Biomüll-Energiemarkt in Europa zu Hause. Zwar kann das Wachstum laut Frost & Sullivan auch in Nord- und Südamerika, der Asien-Pazifik-Region, Indien oder Australien “exponentiell sein”. Hierzulande profitiert der Sektor jedoch von der Unterstützung durch Banken und Politik. Dem deutschen Beispiel folgen weitere europäische Länder, wo in den kommenden fünf bis zehn Jahren mit einem starken Wachstum zu rechnen sei.

Chance zur internationalen Expansion
Bis 2016 soll sich Europas Biomüll-Energiemarkt auf ein Volumen von 3,6 Mrd. Dollar etwa verdreifachen. Derzeit umfasst die Bundesrepublik mit knapp einer Mrd. Dollar rund 77 Prozent des europäischen Gesamtmarkts. In Asien sowie Nord- und Südamerika bleibt der Markt hingegen “unterentwickelt”, sagt Frost-Senior-Analyst Nuno Oscar Branco. Die Biogasindustrie stelle keine Ressourcen für die Entwicklung in diesen Regionen bereit. Zudem seien Menge, Verfügbarkeit, Qualität und Management des Ausgangsmaterials “nicht ausreichend für Investitionen oder langfristiges Wachstum” und die Regierungen müssten Maßnahmen ergreifen.

In einigen Regionen wie den USA oder auch Indien haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angesichts staatlicher Programme für die Energiegewinnung aus organischem Abfall zuletzt verbessert. Innerhalb Europas haben aber viele Staaten – insbesondere Italien und die Tschechische Republik – gute Wachstumsperspektiven. Unternehmen, die in diesem Sektor agieren oder investieren, sollten das Risiko, das zu erwartende Nachfragewachstum in diesen Ländern zu verpassen, abwägen und an Plänen für eine internationale Expansion und Investitionen arbeiten, empfiehlt Frost.

Source: Pressetext, 2010-06-11.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email