9 Oktober 2009

BioMotion Tour 2009: 7 Länder – 35 Städte – 33 Tage

Unterwegs mit nachhaltigen Biokraftstoffen im Tank

Biokraftstoffe sorgen für Bewegung. Das ist wörtlich zu nehmen: Denn quer durch Europa wird sich in der nächsten Woche eine Fahrzeugflotte in Gang setzen, die von unterschiedlichen Biotreibstoffen angetrieben wird. Dazu gehören die bereits etablierten Kraftstoffe wie Pflanzenöl, Biodiesel und Ethanol, aber auch die Kraftstoffe der nächsten Generation wie Biogas.

Die BioMotion Tour startet am Dienstag, den 13. Oktober 2009 in Paris. Sie führt über Belgien, wo ein Zwischenstopp bei der Europäischen Kommission eingelegt wird, die Niederlande, Ungarn, Rumänien und Polen nach Deutschland. Das Finale findet am 12. November in Hannover auf der Agritechnica statt. Mehr als 50 Veranstaltungen und Events beinhaltet die europaweite Informationskampagne rund um das Thema “Nachhaltige Mobilität und Biokraftstoffe”.

Die Tour findet im Rahmen des EU-Projektes “BioMotion- Biofuels in Motion” statt, in dem sechs Institutionen aus Frankreich, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Ungarn und Deutschland eng vernetzt zusammenarbeiten. Das 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe, Werlte, ist gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Leadpartner und Hauptträger des Projektes.

Auf der Tournee sollen Erfahrungen und Kenntnisse zum Thema Biokraftstoffe ausgetauscht werden. Ebenso steht die Demonstration der Möglichkeiten und der Notwendigkeit zur Nutzung von Biokraftstoffen im Mittelpunkt. So werden in den Partnerländern ausgewählte Leuchtturmprojekte angesteuert.

Auch in Niedersachsen wird Halt gemacht. Hier stehen Pflanzenöl- und Biokraftstoffanlagen in Brake und Cloppenburg auf dem Programm ebenso wie das Klimacenter in Werlte und Stopps in Meppen und im Eurohafen Haren.

Wichtiges Ziel der BioMotion ist, dass Regionen mit weniger entwickelten Märkten von den Erfahrungen der bereits weiter vorangeschrittenen Regionen profitieren. Gerade in ländlichen Gebieten tragen Biokraftstoffe zur regionalen Wertschöpfung bei.

Wie sieht die Strategie “Vom Acker bis zum Tank” in der Praxis aus? Unterschiedliche Beispiele zeigen, wie Biomasse effizient und nachhaltig zur Treibstoffproduktion genutzt werden kann. So stellt beispielsweise eine Initiative dezentraler, landwirtschaftlicher Brennereien in Nordrhein-Westfalen Treibstoff auf Basis von Bioethanol (E85) aus Getreide und Mais her und vermarktet den Treibstoff unter der Bezeichnung E85 Regionol. Im Wendland, einer ländlichen Region im Nordosten Niedersachsens, kann sogar Biogas getankt werden. Mit einer Methan-Konzentration von 96 Prozent entspricht es in der Qualität dem Erdgas, mit dem wichtigen Unterschied, das Biogas stets von neuem aus Pflanzen oder landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt werden kann. Die zweite Generation der Biokraftstoffe wird in Kürze marktreif sein und dann eine wichtige Rolle spielen, wie eine Produktionsanlage im französischen Lille demonstriert. In den Niederlanden sollen strategische Ansätze, wie das 100.000 Vehicle Programm den C02- Ausstoß im Fahrzeugsektor senken helfen.

Diese und weitere Projekte sind darauf ausgerichtet, lokale und regionale Netzwerke, Kommunen und Unternehmen bei ihren Bemühungen auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität zu stärken.

Die Länder der Europäischen Union wollen den Biokraftstoffmarkt weiter entwickeln. Sie sehen darin einen wichtigen Beitrag, den Klimawandel abzumildern und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Damit stehen die Erzeugung und Bereitstellung von Rohstoffen für Biokraftstoffe sowie die Biokraftstoffproduktion selbst vor neuen Herausforderungen. Die BioMotion wird neue Lösungen zeigen, wie sich der Einsatz von Biokraftstoffen optimieren lässt.

Weitere Informationen
www.biomotiontour.eu

Kontakt
3N – Kompetenzzentrum
Kompaniestr. 1
49757 Werlte
Tel.: 0 59 51-98 93 – 0

Source: 3N Kompetenzzentrum, Pressemitteilung, 2009-10-07.

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