26 November 2007

Biomasse-Forschungszentrum wartet auf Finanzen

Parlamentarier fordern Freigabe und Aufstockung der Bundesmittel

Nachdem die Bundesminister Horst Seehofer und Wolfgang Tiefensee im Juli die Entscheidung für den Standort Leipzig des geplanten Deutschen Biomasse-Forschungszentrums (DBFZ) verkündet hatten, ist es offenbar still geworden um das Projekt der Bundesregierung – bisher steht nach einem Bericht der Lausitzer Rundschau das grüne Licht aus dem Bundesfinanzministerium (BMF) aus. “Wir brauchen noch die Genehmigung, damit wir weiter voranschreiten können”, sagte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftministeriums (BMELV). Sächsische Bundestagsabgeordnete haben die Bundesregierung jetzt aufgefordert, das Vorhaben auf den Weg zu bringen und finanziell besser auszustatten.

Vorgesehen ist, das DBFZ zum 1. Januar 2008 als gemeinnützige GmbH in Leipzig einzurichten. Es soll künftig bis zu 80 Mitarbeiter haben und ein führendes Zentrum zur Erforschung der Biomassenutzung werden. Das BMELV stellt vier Millionen Euro bereit, Umwelt- und Verkehrsministerium jeweils eine Million, Sachsen steuert zwei Millionen Euro bei. Auch Unternehmen wie die Verbundnetz Gas AG wollen einsteigen.

Der Zwickauer SPD-Politiker Weigel forderte jetzt per Antrag im Haushaltsausschuss die Regierung auf, den Aufbau zügig zu beginnen und bis März 2008 ein Finanzierungskonzept vorzulegen. Zudem verlangt er eine Aufstockung der Gelder: “Wenn wir das Vorhaben dauerhaft etablieren und auf Weltniveau führen wollen, sind die Mittel bisher nicht ausreichend”. Denkbar sei, einen Teil des Geldes aus den Veräußerungen der CO2-Zertifikate ans DBFZ zu geben. Das fordert auch der Görlitzer CDU-Forschungspolitiker Michael Kretschmer: “Mit den Einnahmen können wir etwas ganz Großes aus dem Zentrum machen.”

(Vgl. Meldung vom 2007-07-26.)

Source: Lausitzer Rundschau, 2007-11-24.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email