21 April 2005

Biomasse-Energie zur Bekämpfung des Treibhauseffekts

Unter Berücksichtigung von ökologischen und gesellschaftlichen Belangen richtet sich die EU auf die Beurteilung von Energiesystemen auf Biomassebasis als eine Alternative zu fossilen Brennstoffen. In Verbindung mit der Internationalen Energiebehörde (IEA – International Energy Agency) konzentrierte man sich im Rahmen des EU-Projekts BIOCOGEN auf die Untersuchung der möglichen Nutzung von Bioenergiesystemen in Europa.

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Combined Heat and Power – CHP) liefern Energie sowohl zu Heiz- als auch zu Stromzwecken. Die Nutzung von Biomasse zum Betrieb dieser Anlagen innerhalb der EU könnte der Realität näher sein, als anfänglich angenommen. Der Einsatz von Biomasse als Energiequelle liefert eine attraktive Alternative zu fossilen Brennstoffen, nicht zuletzt wegen ihrem Potenzial, die Emission von Treibhausgasen bedeutend zu reduzieren.

Die BIOCOGEN-Forscher prüften die Lebenszyklus-Emission von Treibhausgasen bei der Kraft-Wärme-Kopplung von Biomasse und verglichen diese mit Energiesystemen fossiler Brennstoffe. Dies folgte zuvor von der IEA durchgeführten Arbeiten, die sich auf Biomasse- und Bioenergiesysteme konzentrierten. Der Prüfbericht liefert Einzelheiten zu einer Reihe von Computermodellen, die geschaffen wurden, um die Emission von Treibhausgasen anhand verschiedener Brennstoffsysteme zu überwachen. Insgesamt wurden 34 Bioenergie- und 18 fossile Energiesysteme bewertet und verglichen.

Die Ergebnisse zeigten, dass CHP-Anlagen auf Biomassebasis im Vergleich zu fossil betriebenen CHP-Anlagen etwa 90% weniger Treibhausgase produzierten. Weitere Vorteile wurden bestimmten Arten von Biomasse und den Nebenprodukten zugeschrieben, die diese zur Folge haben.

Insgesamt kann der Endbericht in Bezug auf diese spezielle Arbeit dazu genutzt werden, die mit der Nutzung von Biomasse-Energiesystemen verbundenen Vorteile deutlich zu demonstrieren. Somit ist er ein wichtiges Informationstool für den privaten Sektor und die Versorgungsindustrie.

Weitere Informationen:
Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
Hannes Schwaiger (Projektleiter)
Steyrergasse 17
A-8010 Graz
Österreich
Tel: +43-316-8761316
Fax: +43-316-87691316
E-mail: hannes.schwaiger@joanneum.at

Source: Innovationsreport vom 2005-04-20.

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