23 Oktober 2007

biomasse 2007: Weniger Besucher, intensivere Gespräche

Erfolgreicher Ethanol-Kongress und Fachgespräche

Vom 19. bis 21. Oktober 2007 fand auf dem Straubinger Messegelände die 4. Internationale Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie, die biomasse 2007, statt. Die Erwartungen wurden im Vergleich zu 2005 (mit 21.000 Messebesuchern) etwa zu 2/3 erfüllt.

Gilbert Krapf, Geschäftsführer der veranstaltenden biomasse GmbH zeigte sich mit der Resonanz insgesamt zufrieden. Im Bereich “Heizen” beispielsweise konnte 2006, aufgrund der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung, ein deutlicher Boom verzeichnet werden. Dass dieser Trend so nicht anhalten würde, war zu erwarten.

Jedoch gab es in diesem Jahr intensivere Gespräche, und Aussteller wie Besucher nutzten die Zeit zur detaillierten Information. Auch auf dem Messefreigelände zogen die regelmäßigen Maschinenvorführungen zur Holzaufbereitung das Publikum immer wieder in ihren Bann.

Ethanol-Kongress und Fachgespräche
Der Fachkongress zu Ethanol am Freitag war mit 85 Teilnehmern sehr gut besucht. Branchenexperten aus ganz Deutschland, Österreich, Kroatien und Ungarn waren hierzu nach Straubing gereist. Sie alle zeigten sich mit den gebotenen Informationen durch die hochkarätigen Referenten und über den Austausch mit dem Fachpublikum sehr zufrieden. Der Kongress wurde als Gemeinschaftsveranstaltung von C.A.R.M.E.N. mit zahlreichen Biomasse- und Biokraftstoffeinrichtungen organisiert.

Mit seiner Rede über Mobilität und Klimaschutz eröffnete Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller den Kongress und gleichzeitig auch die biomasse 2007. Es folgte ein Grußwort von Zoltan Gogös, Staatssekretär im ungarischen Landwirtschaftsministerium. Die Vorträge stehen im Internet unter www.carmen-ev.de bereit.

Auch die Teilnehmer der C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche am Samstag und Sonntag zu den Messethemen Heizen, Biokraftstoffe, Biogas und Bauen waren sehr interessiert und z. T. schon gut vorinformiert, so dass die Besucherresonanz und die Qualität der Diskussionen auch hier insgesamt als sehr gut bewertet werden kann.

Partnerland Ungarn
Das Partnerland Ungarn hat die Messe ebenfalls zum Ausbau von Kontakten genutzt. Ihre Hauptinteressen lagen in den Bereichen Holz und Biokraftstoffe. Hier konnten wichtige Ansprechpartner gefunden werden. Ungarn hat bereits einige große Braunkohlekraftwerke auf Holz ungestellt, weitere sind vorgesehen. Hier sind insbesondere die 19 staatlichen Forstämter sehr aktiv.

Die EU-Beimischungsverpflichtung bezüglich der Biokraftstoffe wird bereits umgesetzt, zukünftig ist in Ungarn eine weitere Ausdehnung auf ca. 10 Prozent Beimischung vorgesehen. Mit Forschungseinrichtungen ist man gut ausgestattet, jedoch werden Netzwerke benötigt, die dieses Wissen in die Praxis transferieren. Die biomasse 2007 hat hier eine sehr wichtige Kontakt- und Informationsbasis geboten.

Ein Koordinierungstreffen mit C.A.R.M.E.N. im kommenden Frühjahr wurde bereits verabredet und eine ähnliche Einrichtung in der Nähe von Budapest soll aufgebaut werden. Marktforschung und Wissenstransfer sind einige wichtige Themen, die ebenfalls verstärkt angegangen werden sollen.

Einige C.A.R.M.E.N.-Mitgliedsfirmen sind bereits in Ungarn tätig und man strebt eine Intensivierung der Zusammenarbeit an. Auch zu einigen biomasse-Ausstellern konnten vertiefende Kontakte aufgebaut werden. Sogar ungarische Firmen besuchten den Stand ihres Landes hier in Straubing um sich ebenfalls der biomasse-Branche zu präsentieren. An einer Messepräsentation von C.A.R.M.E.N. und interessierten Firmen im September 2008 in Sporon wird bereits gearbeitet.

Kontakt
biomasse GmbH
Toni Hilmer und Walter Wallrapp
Schulgasse 18
94315 Straubing
Tel.: 09421-960-375
Fax: 09421-960-329
E-Mail: info@biomasse-gmbh.com
Internet: www.biomasse-messe.de

(Vgl. Meldungen vom 2007-09-10 und 2007-09-26.)

Source: biomasse GmbH, Pressemitteilung, 2007-10-23.

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