9 September 2004

Biologisch abbaubaren Werkstoffen den Marktzugang öffnen

DBV: Nutzen für Umwelt und Verbraucher

Biologisch abbaubare Werkstoffe spielen im Umweltschutz und in der Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung eine wichtige Rolle. Ihre Herstellung, Anwendung, Entsorgung und Verwertung haben sich in den letzten Jahren zunehmend zum Ziel vielschichtiger Untersuchungen entwickelt, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Auch der Landwirtschaft als Rohstoffproduzenten wird durch die Werkstoffe auf nachwachsender Basis eine viel versprechende Perspektive bescheinigt. Der DBV setzt sich daher zusammen mit dem Verband der Chemischen Industrie für die Stärkung der biologisch abbaubaren Werkstoffe ein. Diese Innovationsentwicklung möchte man stärken, damit sie nicht in der Schublade verschwindet.

Die Landwirtschaft könne mit nachwachsenden Rohstoffen und deren Verwendung als biologisch abbaubaren Werkstoffen einen wesentlichen Beitrag zur Einsparung von fossilen Ressourcen und zur Verminderung der CO2-Emissionen leisten. Dies sollte auch im Interesse der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates liegen, stellte der DBV fest. Mit Regelungen in der Verpackungsverordnung lasse sich verhindern, dass dieser innovative umwelt- und ressourcenschonende Bereich der kompostierbaren Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen durch ordnungsrechtliche Hürden ausgebremst werde.

Der DBV regt an, die ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Förderung des Einsatzes von biologisch abbaubaren Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen im Rahmen der Novelle der Verpackungsverordnung zu verankern. Hierzu gehört neben der Kompostierung und der Zulassung einer energetischen Verwertung von biologisch abbaubaren Werkstoffen die Verlängerung bisheriger Ausnahmeregelungen für die Pflicht zur flächendeckenden Entsorgung.

Die Werkstoffzusammensetzung und die zukünftige Entwicklungsrichtung zur Steigerung des Anteils nachwachsender Rohstoffe ist intensiv mit dem Verband der Chemischen Industrie diskutiert worden. Als Ergebnis dieses Abstimmungsprozesses haben sich der DBV und der Verband der Chemischen Industrie auf eine gemeinsame Position und Strategie verständigt, um nachwachsenden Rohstoffen den Zugang in den Verpackungsmarkt zu öffnen. Beide Verbände erwarten eine schrittweise Steigerung beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe, da die Verbraucherakzeptanz dieser neuen Kunststoffgeneration hoch ist. Die Politik müsse daher jetzt den Willen aufbringen, nicht nur von der Industrie die Entwicklung umweltfreundlicher Werkstoffe auf Basis einer nachhaltigen Rohstoffproduktion einzufordern, sondern auch die Rahmenbedingungen für einen raschen Marktzugang zu schaffen.

(Vgl. Meldung vom 2004-01-28.)

Source: DBV-Pressemitteilung vom 2004-09-09.

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