3 April 2008

Biokraftstoffindustrie: Soja im Biodiesel nachhaltig produziert

Biodiesel aus Deutschland keine Gefahr für den Regenwald

Soja für Biodiesel aus deutscher Produktion wird ausschließlich nachhaltig hergestellt. Die großen Anbauer und Händler von Sojabohnen, die für die deutsche Biokraftstoffindustrie produzieren, haben sich auf eigene Initiative vor drei Jahren auf ein Moratorium zur nachhaltigen Sojaproduktion verständigt. Nach dieser Vereinbarung haben sie sich verpflichtet, kein Soja zu verwenden, für das in Brasilien Regenwald abgeholzt wurde. Deshalb kommt auch Greenpeace in einer aktuellen Untersuchung in Brasilien zu dem Schluss, dass für die Sojaproduktion seit Jahren kein Regenwald mehr zerstört wurde.

“Es ist unverständlich, weshalb Greenpeace in Deutschland nun eine Meldung herausgibt, wonach für den Anbau von Soja angeblich Regenwald abgeholzt wird”, sagt Petra Sprick, Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V..

Biodiesel wird in Deutschland zu ungefähr 80 Prozent aus Raps und zu 20 Prozent aus Soja hergestellt. Das verwendete Soja stammt etwa zu 50 Prozent aus Brasilien, dem größten Produzenten von Soja, und zu 30 Prozent aus den USA. Aus Argentinien, auf das sich Greenpeace in seiner Meldung bezieht, importiert Deutschland etwa ein Prozent seines Bedarfs. In der genannten Untersuchung waren auf 193 Sojaplantagen in Brasilien Proben entnommen und analysiert worden. Ergebnis: In keiner Probe kam Soja von Flächen, auf denen vorher Regenwald wuchs.

“Wir können garantieren, dass Soja für Biodiesel nachhaltig hergestellt wird. Greenpeace geht hier unverantwortlich mit den Fakten um – offenbar weiß dort die eine Hand nicht, was die andere tut”, sagt Sprick.

Kontakt
Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.
Am Weidendamm 1a
10117 Berlin
Tel.: 030-72 62 59-54
E-Mail: bruehning@biokraftstoffverband.de

(Vgl. Meldung vom 2008-04-02.)

Source: Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V., Pressemitteilung, 2008-04-03.

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