25 September 2008

Biokraftstoffe: Perspektive für die Landwirtschaft

Diskussion zu Biokraftstoffen auf der Fachtagung "BioMotion – Biofuels in Motion"

“Biokraftstoffe können in Zukunft einen Betrag dazu leisten, einerseits die Abhängigkeit von Rohöl und die Emissionen von Treibhausgasen zu vermindern und andererseits neue Perspektiven für die Landwirtschaft zu eröffnen.” Das sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen, anlässlich der internationalen Fachtagung im Rahmen des EU-Projektes “BioMotion – Biofuels in Motion” im Haus Düsse im Kreis Soest. Das von der Europäischen Union finanziell unterstützte Projekt will zur Akzeptanz von Biokraftstoffen beitragen, wobei regionale Strukturen besonders berücksichtigt werden sollen.

Nach Aussage von Frizen wurden 2007 14,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland durch Biokraftstoffe eingespart. Durch die politische Unterstützung von Biokraftstoffen ist es hierzulande zu einem Anstieg des Verbrauchs von 2,2 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf 4,6 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr gekommen. Neben Biodiesel mit 3,3 Millionen Tonnen und Bioethanol mit fast einer halben Million Tonnen beträgt der Verbrauch von Pflanzenölkraftstoff in Deutschland 840.000 Tonnen pro Jahr. Insgesamt wurden 2007 so 7,4 Prozent des Kraftstoffverbrauchs durch Biokraftstoffe ersetzt.

Nicht nur die Bundesregierung hat sich im Hinblick auf den Klimaschutz ehrgeizige Ziele in der Biokraftstoffpolitik gesetzt. Bis zum Jahr 2010 sollen 5,75 Prozent der fossilen Kraftstoffe Öl, Gas und Kohle ersetzt werden und bis zum Jahr 2020 strebt die Europäische Union einen Marktanteil bei Biokraftstoffen von zehn Prozent an. “Für das Erreichen dieser Vorgaben sind internationale Projekte, wie das BioMotion-Projekt, notwendig und wichtig”, führte Frizen weiter aus, “um sich mit Experten auszutauschen und den internationalen Wissenstransfer voranzubringen.”

Source: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pressemitteilung, 2008-09-24.

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