30 August 2005

Biogasfonds Sachsen-Anhalt: Energie,die nachwächst

Die auf der Erde laufend nachwachsende Biomasse bietet ein unerschöpfliches Potenzial. Mit der in der letzten EEG-Novelle verankerten besonderen Förderung von Stromerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen, wird der Bau von landwirtschaftlichen Biogasanlagen auch in Zukunft rentabel sein. Der Biogasfonds Sachsen-Anhalt bietet Kunden erstmals die Möglichkeit,an den Chancen dieser inzwischen erprobten und etablierten Technologie teilzuhaben.

Vorbild Natur
Wie in einem “großen Kuhmagen” werden in der Biogasanlage Gras, Mais oder Getreide, aber auch Gülle oder Kuhmist durch Bakterien “verdaut”. Diese Bakterien erzeugen Methangas, welches über einen Gasmotor einen Generator antreibt. Der so erzeugte Strom ist besonders wertvoll, weil er zu jeder Tag- und Nachtzeit zur Verfügung steht und nicht von Wind oder Sonnenschein abhängt. Um den Kreislauf zu schließen, werden die Gärreste anschließend auf den Feldern wieder als wertvoller Dünger ausgebracht: 100% ökologisch und geruchsfrei.

Erfolgsabhängige Vergütung
Die drei voneinander unabhängigen Anlagen des Biogasfonds Sachsen-Anhalt werden in Zusammenarbeit mit Agrargenossenschaften errichtet. Die Landwirte sind dabei als Grundstücksverpächter, Substratlieferant und Betriebsführer tätig. Die Besonderheit bei den Kooperationsverträgen ist, dass die Vergütung für die Substrate, das Gärmaterial, nicht nach Einsatzmenge, sondern nach erzeugter Kilowattstunde Strom berechnet wird. So hat der Betriebsführer vor Ort selbst größtes Interesse,die Anlagen optimal zu betreiben.

Ausbaureserven vorhanden
Die Projektkalkulation wurde unter Berücksichtigung von rund 15% Sicherheitsabschlag auf die erwartete Gasmenge erstellt. “Dabei haben wir gar nicht berücksichtigt, dass durch die Lieferung von Wärme an ein nahegelegenes Freibad zusätzliche Einnahmen erzielt werden können”, freut sich Hans-Werner Greß vom Projektierer ABO Wind AG.

Der Biogas-Fonds im Überblick

  • Anlagen: Drei Biogasanlagen des Herstellers Biogas Nord. Die BHKWs werden von der Firma SEVA geliefert. Nennleistung insgesamt 1,41 Megawatt, Gesamtinvestition 5,2 Mio. Euro, davon 1.85 Mio. Euro als Kommanditkapital.

  • Standort: Drei Agrargenossenschaften in Sachsen-Anhalt
  • Einsatzstoffe: Rindergülle, Rindermist, Maissilage, Grassilage und Hühnerkot
  • Projektstand: genehmigt und seit August 2005 in Bau
  • Sicherheiten: Wartungsvertrag für das BHKW über 10 Jahre, anschließend Neuinvestition, außerdem hoher Sicherheitsabschlag von über 15%. Feste Lieferverträge für die Einsatzstoffe über 20 Jahre.
  • Prognostizierte Ausschüttung: 324% (inkl. Kapitalrückfluss), beginnend mit 8% im Jahr 2006
  • Steuerliches Ergebnis: positives Gesamtergebnis ca. 223%; nach Planrechnung negatives Anlaufergebnis in Höhe von ca. 71%.
  • Mindestbeteiligung: € 5.000,- zzgl. 5% Agio

Alle Themen der B&U 42 (Juli/August/September 2005):

  • Halbjahrszahlen 2005: UmweltBank in der Liste der World’s Top 20 Nachhaltigkeitsaktien
  • Lückenschluss: Private Altersvorsorsorge ist unverzichtbar
  • Vorbild Natur: Der neue Biogasfonds Sachsen-Anhalt
  • Energiepass Altbau: Neuregelung ab Mitte 2006
  • Ihre Finanzexperten: UmweltBank-Mitarbeiter stellen sich vor

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an 0911 / 53 08 – 129.

Source: UmweltBank AG - Infodienst vom 2005-08-29.

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