22 September 2005

Biogasanlagen als Standbein für die Landwirtschaft

biomasse 2005 - Fach- und Verbrauchermesse mit Sonderschau Biogas

Auf der biomasse 2005, der 3. Straubinger Fach- und Verbrauchermesse für Nachwachsende Rohstoffe und Solarenergie, wird vom 21. bis 23. Oktober 2005 das gesamte Spektrum der Nachwachsenden Rohstoffe präsentiert. Messeveranstalter ist die biomasse GmbH, die ihren Firmensitz im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe hat und eine Tochtergesellschaft des C.A.R.M.E.N. e.V. ist. Mit einer Sonderschau “Biogas” wird dem Boom beim Bau von Biogasanlagen Rechnung getragen, ergänzt wird die Ausstellung durch C.A.R.M.E.N.- Fachgespräche, die auch die Biogastechnologie und Wirtschaftlichkeit behandeln.

Bedingt durch das novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wird es der Landwirtschaft ermöglicht, ein zweites Standbein aufzubauen, da die garantierten festen Stromeinspeisetarife für 20 Jahre eine bisher in der Landwirtschaft unbekannte Planungssicherheit bieten.

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Bei im Jahr 2005 in Betrieb genommenen Anlagen wird der aus Biogas gewonnene und ins öffentliche Netz eingespeiste Strom mit 11,33 bzw. 9,75 Eurocent je Kilowattstunde vergütet – hinzu kommt ein Nawarobonus von 6 Eurocent je Kilowattstunde für Anlagen bis 500 Kilowatt, die ausschließlich Energiepflanzen aus der Landwirtschaft, aus dem Gartenbau oder aus der Landschaftspflege und/oder Gülle und/oder landwirtschaftliche Schlempe vergären. Inzwischen gibt es zahlreiche Biogasanlagen, die ausschließlich mit diesen Substraten betrieben werden. Auch viele Altanlagen haben ihre Biogasanlagen auf diese Einsatzstoffe umgestellt.

Rund 650 Biogasanlagen gibt es in Bayern bereits, einige Hundert sind derzeit im Bau. Deutschlandweit beliefern etwa 3.500 Anlagen das öffentliche Stromnetz. Ca. 4.000 Anlagen werden in Kürze erwartet. Für viele Landwirte ist es inzwischen interessant, die Fermenter einer Biogasanlage anstelle von Nutztieren zu füttern um gesetzlich garantierten Stromerlös zu erwirtschaften. “Es wird in naher Zukunft keine vollständige Planungssicherheit geben, da zu viele Stellschrauben die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage beeinflussen. Dennoch ist es wichtig, das Investitionsrisiko zu minimieren und abzuschätzen”, erklärt Robert Wagner, Projektmanager bei C.A.R.M.E.N. den Grund, die biomasse 2005 durch eine Sonderschau “Biogas” zu ergänzen.

Für interessierte Landwirte ist es wichtig, sich im Vorfeld intensiv theoretisch und praktisch mit der Biogastechnologie vertraut zu machen. Auch die Auswahl der Firma oder des Planers ist von entscheidender Bedeutung. Hier gilt es, Referenzen gewissenhaft zu prüfen und in der Bauphase auf eine gute Bauausführung sowie Ausgabenüberwachung zu achten. Läuft die Anlage erst einmal, muss sie ständig optimiert werden.

Hier setzen die C.A.R.M.E.N.-Fachgespräche sowie die Biogassonderschau der Messe an: Praxiserfahrungen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Optimierungsmöglichkeiten werden hinsichtlich des guten Betriebs von Biogasanlagen von den Experten in den C.A.R.M.E.N.- Fachgesprächen am 22. Oktober 2005 präsentiert. Folgende Biogas-Aussteller sind bereits für die biomasse 2005 angemeldet: Berndt GmbH, Oberding; Cowatec GmbH, Straubing, HTI Wilhelm Gienger, Markt Schwaben; Walter Rohn GmbH, Insingen; Hubert Schmid Bauunternehmen GmbH, Marktoberdorf; Paluka Sobola & Partner, Regensburg.

Der Eintritt zur Messe und zu den Fachgesprächen ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Das Messeprogramm und die Fachgesprächstermine stehen im Internet zum Abrufen bereit.

Infos und Kontakt
biomasse GmbH
Schulgasse 18
94315 Straubing
Tel.: 09421- 960-374
Fax: 09421- 960-329
E-mail: [email protected]

(Vgl. Veranstaltungshinweis vom 2005-10-21.)

Source: Pressemitteilung der biomasse GmbH vom 2005-09-22.

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