4 August 2004

Biogas: Rund 10.500 ha Silomais zur Energiegewinnung im Anbau

Rund 10.500 ha Silomais werden nach Angaben des Deutschen Maiskomitees e.V. (DMK) bereits in diesem Jahr zur Energiegewinnung genutzt. Nachdem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) am 9. Juli 2004 auch die letzte Hürde im Bundesrat passiert hat, erwartet das DMK zukünftig eine Ausdehnung dieser Flächen.

Das Gesetz verbessert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Einspeisung von Strom aus nachwachsenden Rohstoffen, so dass die Landwirte einen Einstieg in die Biogaserzeugung mit langfristiger Sicherheit planen können. Es ist vorgesehen, dass Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung bis zu 150 Kilowatt (kW) mindestens 11,5 ct/kWh und Anlagen bis zu 500 kW mindestens 9,9 ct/kWh Stromentgelt erhalten. Für Anlagen, die ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden, wird bis zu einer Leistung von 500 kW ein zusätzlicher Bonus von 6 ct/kWh gezahlt. Bei Anlagen von 500 bis 5.000 kW sind dies 4 ct/kWh.

Die Biogaserzeugung zur Energiegewinnung als alternatives Standbein ist eine Chance für die Landwirtschaft. Sie ist aber nur dann sinnvoll, wenn die Erträge aus der Verwertung die Kosten der Bereitstellung, der Lagerung und der Anlage übersteigen. Außerdem muss der zusätzliche personelle Aufwand zur Betreuung und Überwachung der Anlage berücksichtigt werden. Einige Landwirte ergreifen diese Chance bereits in diesem Jahr, obwohl das EEG zum Zeitpunkt der Aussaat noch nicht verabschiedet war. In Bayern werden in diesem Jahr über 3.147 ha Silomais, für die keine Stilllegungsprämie gezahlt wird, zur Energiegewinnung eingesetzt. Das sind nach Berechnungen des DMK 30% der Silomaisfläche von 10.488 ha, die in Deutschland 2004 insgesamt zur Energiegewinnung genutzt werden. In Niedersachsen sind es 2.746 ha. Darüber hinaus sind 2.698 ha Silomais von stillgelegten Flächen im gesamten Bundesgebiet für den Einsatz in Biogasanlagen vorgesehen.

Eine Sonderveröffentlichung zur Biogasgewinnung aus Mais ist in geringen Stückzahlen kostenlos beim Deutschen Maiskomitee e.V., Clemens-August-Straße 54, 53115 Bonn, Fax 0228-9265820, e-mail: dmk@maiskomitee.de erhältlich und steht hier zum Download (PDF 1,6 MB) bereit.

Bitte beachten Sie auch die Tabelle im pdf-Anhang!

(Vgl. Meldung vom 2004-07-05.)

Source: Pressemitteilung des Deutschen Maiskomitees e.V. vom 2004-07-29.

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