4 Dezember 2003

Biogas ins Erdgasnetz

Reinheitsgebot ein Hindernis

Das Einspeisen von Strom aus regenerativen Quellen in die vorhandenen Versorgungsnetze ist längst gängige Praxis. Versorgungsnetze gibt es aber auch für Erdgas. Das Einspeisen von Biogas in solche Netze ist jedoch Zukunftsmusik. Nicht nur Rentabilitäts- und Regelungsfragen sind offen. Gas ist nicht gleich Gas. Das Bremer Energie-Institut hat jetzt im Auftrag der Bremer Energie-Konsens GmbH eine Studie zu den Möglichkeiten erstellt, künftig dennoch Biogas in Erdgas-Versorgungsnetze einzuspeisen.

Die Produktion von Biogas steige ständig, teilt der Auftraggeber der Studie mit. Üblich ist bisher die Nutzung am Ort der Gasgewinnnung mittels Blockheizkraftwerken oder in Gasfahrzeugen. Gibt es am Ort keine sinnvolle Kombination für die Nutzung von Strom und Wärme, lohnt sich in der Regel auch nicht die Produktion von Biogas. Die Alternative wäre der Verkauf des Gases über die Einspeisung in das Erdgasversorgungssystem.

Die Studie analysiert diese Möglichkeit detailliert und enthält eine Recherche zu Versuchen, Biogas zu Erdgasqualität umzuarbeiten. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit Biogas eingespeist oder zu vermarktungsfähigem Kraftstoff aufbereitet werden könnte? Das Bremer Institut nennt technologische Verfahren und deren Kosten. An die Einspeisung werden hohe Anforderungen für die Reinheit des Gases gestellt. Sie bilden ein Hindernis für eine erweiterte Gasnutzung.

Die Studie inklusive eines Nachweises von Referenzanlagen erhalten Sie kostenlos unter der Internetadresse www.energiekonsens.de/index.html?aktivitaeten/energiewirtschaft/untersuchung.

Kontakt:
Bremer Energie-Konsens GmbH
Martin Grocholl
Am Wall 140
D-28195 Bremen
Fon 0421/37 66 71-51
Fax 0421/37 66 71-9
E-mail: presse@energiekonsens.de
Internet: www.energiekonsens.de

(Vgl. Meldungen vom 2003-11-27 und 2003-10-09.)

Source: UMWELT kommunale ökologische Briefe Nr. 24 vom 2003-11-26.

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